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Mission erfüllt: Starterfolg für Kreuzlinger Frauen

Handball – Dem HSC Kreuzlingen ist der Start in die Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 geglückt. Der 29:21-Auswärtssieg in Olten war jedoch alles andere als ein Spaziergang.

Der Sieg in Olten war ein hartes Stück Arbeit. (Bild: Mario Gaccioli)

Tatsächlich war es ein hartes Stück Arbeit in der Oltener BBZ-Halle: Bis neun Minuten vor Schluss durften die Solothurnerinnen sogar auf einen Überraschungscoup hoffen. Obschon sie nie in Führung lagen, verwehrten sie dem favorisierten SPL1-Hauptrunden-Fünften eine frühe Entscheidung. Der Hauptgrund hierfür war die starke Torfrau Katerine Morell, die auf diese Saison hin vom SPL1-Spitzenklub Spono Eagles zum SPL2-Aufsteiger gewechselt hatte. Die 29-jährige Dänen bestrafte mit total 15 Paraden die zu wenig präzisen Würfe der Kreuzlingerinnen und entschärfte dabei auch mehrere Gegenstösse. Die zweite Protagonistin war ebenfalls eine ehemalige SPL1-Spielerin: Nina Van Polanen (24, ehemals LK Zug) überwand den oftmals zu defensiv agierenden HSCK-Mittelblock gleich sieben Mal und war damit die mit Abstand gefährlichste Oltener Offensivkraft.

Starker Endspurt
Am Ende reichte den Solothurnerinnen eine respektable Leistung aber nicht zum Punktgewinn. Irgendwie konnten die Thurgauerinnen nach dem 21:22-Anschlusstor des Heimteams doch noch einen Gang hochschalten. Olten wurde in den letzten acht Minuten überrollt und scheiterte auch mit der risikobehafteten Taktik, ihre Torfrau für den Angriff jeweils durch eine siebte Feldspielerin zu ersetzen. Insbesondere Topscorerin Isabel Tissekker, die während 50 Minuten weit unter ihren Möglichkeiten geblieben war, stellte die Weichen für den HSCK mit zwei wuchtigen Würfen in den Winkel und einem verwerteten Penalty auf Sieg. Dazu warf Katja Sivka ihre ganze Routine in die Waagschale und traf aus allen Lagen – mehrfach ins verwaiste Oltener Tor. Die Slowenin avancierte mit einer starken Quote von neun Treffern aus elf Versuchen zur besten Kreuzlinger Angreiferin. Olten blieb zumindest die Erkenntnis, in dieser Form durchaus ein Anwärter auf eines der vier SPL1-Tickets für die nächste Saison zu sein.

Heimspiel gegen zweiten Herausforderer
Am nächsten Samstag, 15. Februar, 16.00 Uhr, empfängt der HSC Kreuzlingen am zweiten Spieltag mit der HSG Leimental den zweiten Herausforderer aus den SPL2. Die Baslerinnen versuchen nach ihrem letztjährigen Abstieg zum zweiten Mal, sich einen Platz in der höchsten Spielklasse zu erkämpfen. Das Team des scheidenden Trainers Thomas Mathys musste sich zum Auftakt dem SPL1-Sechsten HV Herzogenbuchsee in eigener Halle knapp mit 24:26 geschlagen geben, nachdem es bei Halbzeit sogar noch 13:11 geführt hatte. Die Kreuzlingerinnen werden demnach erneut auf einen keineswegs einfach zu spielenden Herausforderer treffen. Bereits die Duelle gegen Leimental in der Auf-/Abstiegsrunde 2018/2019 waren jeweils umkämpft.

SG HV Olten – HSC Kreuzlingen 21:29 (12:15)
BZZ. – 75 Zuschauer. – Sr. Joss/Quardani.
Strafen: Sechs mal zwei Minuten plus Disqualifikation (44. Bopp) gegen Olten, fünf mal zwei Minuten gegen Kreuzlingen.
Olten: Morell (15 Paraden), Strebel (0); Schlegel (1), Bopp (2), Zanitti (2), Wyss (3), Negroni (4), Abdirahman (1), Van Polanen (7), Jaha (1), Shabanaj.
Kreuzlingen: Wörner (1.-30./47.-60./3 Paraden), Federau (31.-47./2 Paraden); Mayer, Skoricova, A. Veit (2), Tissekker (6/3), Klein (1), Weidmann (4/1), Rothacker, Espinosa (1), Marku (4), Sivka (9), Juhasz (2).
Penaltystatistik: Olten 0, Kreuzlingen vier von fünf (20./5:8 Pfostenschuss Weidmann).
Bemerkungen: Olten ohne Müller-Ravlic, Kreuzlingen ohne Plüss.

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