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Ausser Spesen nichts gewesen

Handball – Mit einer 19:21 (10:8)-Niederlage im Gepäck reisten die Kreuzlinger NLB-Handballer am Sonntag aus Genf heim. Die Entscheidung fiel erst in den Schlussminuten.

Die Entscheidung fiel erst in den letzten Spielminuten. (Bild: JeppeSmedNielsen/Pixabay)

Obschon die Kreuzlinger nicht zum ersten Mal fahrlässig mit ihren Torchancen umgingen (u.a. zwei Penalties verschossen) und offensiv auch sonst nicht viel zusammenpasste, hatten sie den Mitaufsteiger, den sie in der Vorrunde in eigener Halle noch mit 40:20 deklassierten, bis in die Schlussphase hinein mehr oder weniger im Griff. Bei Halbzeit führten der HSCK mit 10:8. Entscheidend absetzen konnte sich das Bodensee-Team aber nie. Dieses Versäumnis wurde ihm gegen die Genfer Stimmungsmannschaft schliesslich zum Verhängnis. Ab der 56. Minute lief dann gar nichts mehr auf Kreuzlinger Seite. Die wegweisende Szene ereignete sich beim 20:19 für Kreuzlingen: Ein Fehlpass an den Kreis, der daraus entstehende Gegenstoss, das Foul, die Zweiminuten-Strafe und der vom kroatischen Topscorer Adnan Sivic verwertete Penalty leiteten den Kreuzlinger Niedergang ein. Angestachelt vom heissblütigen Genfer Publikum roch sich das Tabellenschlusslicht die Chance zum wichtigen Punktgewinn und besass in Torhüter Steeven Panchaud zudem einen grossen Rückhalt. Er avanciert mit insgesamt 17 Paraden zum Genfer Matchwinner, wobei auch sein Gegenüber João Perez (16 Paraden) einmal mehr eine starke Leistung zeigte. Den 15:17-Rückstand verwandelten die Genfer in den letzten rund elf Minuten so noch in einen 21:19-Vorsprung. Die Kreuzlinger zeigten nach dem 24:19-Derbysieg über den Tabellendritten Gossau insgesamt einen vor allem offensiv ungenügenden Auftritt am Genfersee. Am Ende gewann nicht die bessere, sondern die bissigere Mannschaft.

Heimspiel gegen Winterthur
Mit der fünften Niederlage in den letzten sechs Partien verabschiedeten sich die Kreuzlinger wohl endgültig aus dem Kreis der Anwärter auf eine vordere Schlussklassierung. In den kommenden Runden gilt es nun, den Platz im gesicherten Mittelfeld zu verteidigen. Am nächsten Samstag, 18.00 Uhr, empfängt das Team von Cheftrainer Marcel Keller die um drei Ränge schlechter klassierte SG Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur.

CS Chênois Genf – HSC Kreuzlingen 21:19 (8:10)
Chênois Sous-Moulin. – 201 Zuschauer. – Sr. Andreoli/Meier.
Strafen: je 3-mal 2 Minuten.
Genf: Panchaud (1.-60./17 Paraden), Andreev (für 2 Penalties/1 Parade); May (4), Sonzogni (2), Steinmann (1), Ijmik, Knörr, Ouegnin (3), Kerboua (2), Zakula, Van Baar (1), Mourer, Sivic (6/1), Trindade (2).
Kreuzlingen: Perez (1.-60./16 Paraden, davon 1 Penalty), Perazic; Tahirukaj (2), Dedaj (2), Wipf, Tsamesidis, Bär (1), Heim, Mettler, Kun (4), Gasser (3), Schneider (5/1), Gyuris, Zeller (2).
Penaltystatistik: Genf 1 von 2, Kreuzlingen 2 von 4.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Meisinger (verletzt).

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