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Der Abendfrieden ist für die Zukunft gewappnet

Kreuzlingen – Mit dem Ende der Renovationsphase des «Haus 3» im Januar sind alle Baumassnahmen des Abendfriedens abgeschlossen. Am 7. und 8. Februar konnte sich die Öffentlichkeit selber von den Neuerungen ein Bild machen.

Mirjam Brühwiler, Geschäftsleiterin Abendfrieden. (Bild: Sandro Zoller)

Mit dem Neubau «Haus 2» und den Renovationsarbeiten an der Villa Schwank und dem «Haus 3» ist das Alters- und Pflegeheim in der Zukunft angelangt. Wie bis anhin kann der Komplex bis zu 90 Personen beherbergen, die von 140 Mitarbeitenden rund um die Uhr persönlich betreut werden.

Im Jahr 1954 eröffneten Margrith und Theo Schär das «Alters- und Krankenheim Abendfrieden» in der Villa Schwank. Dazumal lebten nebst dem Gründerpaar neun Bewohner in der schönen Jugendstil-Villa. Da Platz Mangelware war, wurde im Korridor gegessen und das Büro im Schopf untergebracht. Dazumal konnte es sich noch niemand ausmalen, wie rosig die Zukunft des Abendfriedens einmal aussieht.

Zum Glück verhelfen
Kein Mensch gleicht dem anderen. Deshalb sind die neuen und renovierten Räumlichkeiten an die verschiedenen Bedürfnisse der Bewohner und dessen Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten angepasst worden. «Uns ist selbstverständlich bewusst, dass kaum jemand gerne in ein Altersheim zieht. Deshalb müssen wir den Bewohnern zu ihrem Glück verhelfen. Und das machen wir mit verschiedenen attraktiven Angeboten und Aktivitäten», erklärte die Geschäftsleiterin Mirjam Brühwiler. Der Werkraum im Haupthaus ist genau solch ein Zimmer, das Menschen Unterhaltung bietet und gleichzeitig Motorik und Sensorik stimuliert. An den beiden «Tagen der offenen Tür», 7. und 8. Februar, konnten sich Besucher beim «Baumstamm nageln» beweisen oder beim Malen künstlerisch betätigen und mit einer Unterschrift verewigen. In der Gemeinschaftsküche treffen sich regelmässig Kochenthusiasten und zaubern zusammen kleine Leckereien auf den Teller.

Für alle Sinne
Auf zwei Stockwerken des frisch herausgeputzten Altbaus befindet sich je eine Sinnesnische. Das Angebot dieser zum Gang offenen Ecken ist in der Region einzigartig. Mit aufeinander abgestimmten Lichtverhältnissen, Gerüchen und meditativen Clips am TV sowie Wandobjekten, die auch haptisch zu erfahren sind, soll etwa bei Nacht Bewohnern geholfen werden ihren Schlaf wieder zu finden. Auf der anderen Seite des Ganges steht in einer Nische eine beheizte Sitzbank mit weichen Kissen, die an einen Kachelofen erinnert. «Die Stockwerke sind so konzipiert, dass die Bewohner überall Möglichkeiten erhalten, um sich während Spaziergängen im Inneren hinsetzen und mit anderen einen Schwatz abhalten zu können», sagte Brühwiler.

Im Neubau gleicht der Gang einem Dreieck. So gehört das monotone Gang auf und ab gehen der Vergangenheit an. Dem Minergie Standard entsprechend ist eine Bodenheizung eingebaut, die mit 37 Grad heissem Wasser arbeitet. Dies hat zudem den Vorteil, dass ein Parkett verlegt werden konnte.

Die beiden Pflegebäder gehören auch der neusten Generation an. Die Wannen sind höhenverstellbar und mit einer Massagefunktion ausgerüstet. Um hineinzugelangen, steht eine Art Lift bereit. Auch im Raum «Aktivierung» warten diverse Gerätschaften auf dessen Nutzung. Es werden da Physio- und Ergotherapien angeboten, etwa um die Knie oder Beine besser bewegen zu können.

Mehr als nur satt werden
Selbstverständlich hat es direkt auf jedem Stockwerk eine Möglichkeit, um die Mahlzeit einzunehmen. Wer rüstig genug ist und Lust verspürt, kann ins Café Schwank im Erdgeschoss essen gehen.

«Der Raum hatte früher noch eine Wand, die aber leider dazu beitrug, dass viele vom Kamin und dem lodernden Feuer nichts mitbekamen», berichtete Brühwiler von früher. Anstelle der Trennwand befindet sich heute eine moderne Lounge vor dem Cheminée und peppt den Raum auf. Im Café Schwank gibt es den ganzen Tag hindurch für Bewohner und Externe gleichermassen nebst Getränken auch salzige Snacks und süsse Naschereien.

Villa Schwank – wo alles begann
Mit den Renovationsarbeiten der Villa Schwank wurden neue geölte Parkettdielen eingebaut und der geplättelte Eingangsbereich hervorgeholt. Das Highlight des Gebäudes ist sicher der Erker mit seinen Buntglasfenstern, die in die neuen Scheiben integriert wurden. In den einstigen Räumlichkeiten der ersten Heimbewohner, sind heute die Leiter der diversen Abteilungen untergebracht. Ein Zimmer steht den Auszubildenden zur Verfügung, wo sie lernen, recherchieren oder auf einem Pflegebett zum Beispiel das Wenden von Bewohnern üben können.

In die Zukunft investieren
Um für die Zukunft optimal gerüstet zu sein, bildet der Betrieb in acht verschiedenen Bereichen, vom Fachmann Gesundheit bis zum Koch, Personen aus. «Nebst der tatkräftigen Unterstützung unserer Mitarbeiter, finden die Lernenden alle wichtigen Lehrmittel in einem extra dafür eingerichteten Studierzimmer», erklärte Brühwiler während sie den Raum zeigte.

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