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Wohnen für ältere, selbstständige Menschen

Kreuzlingen – Das in die Jahre gekommene Haus C des Alterszentrums soll durch einen Neubau ersetzt werden. Geplant sind 63 Einheiten für altersgerechtes Wohnen. Die Genossenschaft will dafür 28 Millionen Franken investieren.

Im Neubau sind 63 Wohneinheiten geplant. (Bild: zvg)

Anlässlich der Generalversammlung der Genossenschaft im Juni 2019 stimmten die Anwesenden einem Kredit von 28,5 Millionen Franken für den Ersatzbau des Hauses C deutlich zu. Präsident Urs Haubensak sprach vom dritten und vorerst letzten Erneuerungsschritt. Nun liegt das Baugesuch für den Ersatzbau und ein auf zwei Jahre beschränktes Provisorium für Verwaltungsarbeitsplätze in der Bauverwaltung auf. Der altersgerechte Wohnbau bietet keine betreuten Unterkünfte. Es sind Wohnungen für ältere Menschen geplant, die ihr Leben selbstständig führen können.

63 Wohneinheiten
Der Zustand des Hauses C mache eine zeitnahe Erneuerung notwendig, heisst es im Baugesuch. Schon an der Generalversammlung machte Haubensak deutlich, dass «die jetzigen Wohnungen nicht behindertengerecht, zu hellhörig und daher schwer zu vermieten sind».

Der Ersatzneubau verfügt über vier Vollgeschosse plus Attika. Geplant sind 15 Einzimmer-, 38 Zweizimmer- und zehn Dreizimmerwohnungen, insgesamt 63 Wohneinheiten. Der Eingang zu den Wohnungen erfolgt über die Kirchstrasse.

Für den Ersatzneubau wurde 2017 ein Architekturwettbewerb durchgeführt, dessen Grundlagen mit der Kreuzlinger Bauverwaltung erarbeitet wurden.Das Architekturbüro Berrel Berrel Kräutler erhielt von der Jury den Zuschlag für die weitere Bearbeitung des Projektes. Der Ersatzneubau befindet sich in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen und Bedarf einer Ausnahmebewilligung für eine Mehrlängenüberschreitung.

Verwaltungsprovisorium nötig
Die maximale Gebäudelänge in der Zone beträgt 55 Meter. Das heute bestehende Ensemble aus verschiedenen zusammenhängenden Teilen misst 116 Meter. Laut Antrag auf Ausnahmebewilligung ist die Gesamtlänge, bestehend aus dem Haus C, den bestehenden Gebäuden Haus A West und Ost, Haus B sowie dem Erweiterungsbau aus dem Jahr 2000 neu 125,56 Meter lang. Aus betrieblichen und organisatorischen Gründen will die Genossenschaft, dass das Haus C weiterhin mit den bestehenden Gebäuden verbunden bleibt.

Im Zuge des Ersatzneubaus wird die Liegenschaft Kirchstrasse 15 abgebrochen. Daher ist die Erstellung eines Provisoriums auf der Parzelle 1653 notwendig. Dieses soll maximal 24 Monate, während der Bauarbeiten Haus C, in Betrieb sein. Es handelt sich beim Provisorium um Büro-Container. Auf zwei Geschossen gibt es 20 Verwaltungsarbeitsplätze. Die Genossenschaft investiert in das Provisorium laut Baugesuch 200’000 Franken.

Kurt Peter

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