/// Rubrik: Leserbriefe

Eine widersprüchliche Politik

Leserbrief – Zwischen Kreuzlingen und Tägerwilen stehen zahlreiche SVP Plakate im Acker.

Dort, wo letzten Sommer zahlreiche osteuropäische Landarbeiter Gemüse pflegten, thronen nun jene, die besonders gerne auf dem Rücken eben dieser Landarbeiter Politik machen. Und kaum sind die Thurgauer Wahlen vorbei wird dort wohl auch für die Begrenzungsinitiative geworben. Ob der Bauer weiss, was für ein Bürokratiemonster die SVP für ihn und alle anderen Arbeitgeber mit EU-Arbeitskräften einführen will? Und ob seine Hilfsarbeiter bei der grossen Nachfrage nach Ingenieuren, Gesundheitsberufen oder Naturwissenschaftlern überhaupt nochmals einreisen dürfen? Ähnlich bei der letzten Sachabstimmung. Gerade war die SVP noch für ein Steuerpacket, um möglichst viele (ausländische) Firmen anzulocken, morgen schimpft sie über deren Beschäftigten, die unerwünscht sind, weil sie Wohnungen und angeblich auch neue Strassen benötigen. Was jetzt? Für die Wirtschaft oder dagegen? Ist die Begrenzungsinitiative nur leeres Geschrei für Einfältige oder doch ernst gemeinte Politik gegen die Schweizer Wirtschaft? Am besten der Wähler verzichtet aufs Raten und wählt Parteien, bei denen die Politik klar und verlässlich ist. Davon gibt es Gott sei Dank genügend. Egal ob einem Bauern, Steuern, Renten oder die Umwelt am Herzen liegen.

Konstanze Kreutner , Bottighofen

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One thought on “Eine widersprüchliche Politik

  1. Sievi

    Also, möchte mal die Frau Kreutner sehen, wie sie auf dem Acker arbeitet. Wenn es hier genügend Leute (auch Arbeitslose) gäbe, wären die Bauern nicht auf Ausländer angewiesen. Die Frau hat keine Ahnung!

    Antworten

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