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Werner Bösch wird Cheftrainer in Kreuzlingen

Handball – Die Nachfolge von Marcel Keller als Cheftrainer beim HSC Kreuzlingen ist geklärt: Werner Bösch, der aktuelle Assistenztrainer des NLA-Leaders Kadetten Schaffhausen, hat einen Vertrag über zwei Saisons unterschrieben. Der Vorarlberger tritt sein Amt am 1. Juli an. Bis zum Ende der laufenden NLB-Saison trägt weiterhin das interimistische Trainerduo Mierzwa/Briegmann die Verantwortung.

Werner Bösch trainiert nebenbei U18-Frauen-Nationalmannschaft. (Bild: zvg)

Nachdem man sich aufgrund der Negativserie von sieben Niederlagen aus den letzten acht NLB-Partien am 17. Februar vorzeitig von Cheftrainer Marcel Keller (48) getrennt hatte, intensivierten die Verantwortlichen des HSC Kreuzlingen mit Präsident Patrick Müller und Männer-Sportchef Alexander Mierzwa die Suche nach einem geeigneten Nachfolger. «Wir haben Gespräche mit mehreren interessanten Kandidaten geführt. Dabei sind wir zur Überzeugung gelangt, dass Werner Bösch am besten zu unserem Club und dem Team passt und unser Anforderungsprofil perfekt ausfüllt», sagt Müller. Er bringe fachlich wie auch menschlich alle Voraussetzungen dafür mit. Bösch hat im vergangenen Jahr erfolgreich die EHF-Master Coach-Ausbildung absolviert und ist im Besitz der EHF-Pro-Lizenz.

Schnell erfolgreich

Der Vorarlberger ist zwar erst 34-jährig, hat in seiner Trainerlaufbahn jedoch schon viel erreicht. Auf die Saison 2015/2016 hin beförderte ihn der LC Brühl St. Gallen vom erfolgreichen Nachwuchs- und SPL2-Trainer zum SPL1-Cheftrainer. Unter Werner Bösch wurden die Olmastädterinnen auf Anhieb Vize-Schweizermeister und Cupsieger, gefolgt vom Double (Meisterschaft und Cup) in der Saison 2016/2017 sowie zwei Finalteilnahmen (Playoff und Cup) und den Gewinn des Supercups in der dritten Saison. Für diese bemerkenswerte Erfolgsbilanz wurde Bösch zweimal hintereinander (2016/2017) als Schweizer Handballtrainer des Jahres ausgezeichnet.

Neue Erfahrungen im Profihandball

Im Sommer 2018 erklomm der Vorarlberger nach drei erfolgreichen Saisons mit den SPL1-Frauen des LC Brühl die nächste Stufe seiner Trainerlaufbahn. Er unterschrieb bei den Kadetten Schaffhausen für zwei Spielzeiten einen Vertrag als Assistent des tschechischen Cheftrainers Petr Hrachovec. Gleichzeitig arbeitete Bösch innerhalb der Suisse Handball Academy mit den talentiertesten Nachwuchsspielern. Der Kadetten-Teammanager meinte im Frühjahr 2018 zur Verpflichtung des Brühler Erfolgtrainers: «Mit Werner Bösch bekommen wir einen jungen und dynamischen, aber trotzdem bereits erfahrenen Assistenztrainer. Eine super Verstärkung für unser Trainerteam.»

Bösch konnte beim erfolgreichsten Schweizer Club der jüngeren Vergangenheit viele neue Erfahrungen sowohl im Profihandball als auch bei der Talentförderung sammeln. Gleich im ersten Jahr durfte der Vorarlberger seinen ersten Schweizermeistertitel bei den Männern feiern und so auch zusätzliche wichtige Erfahrungen auf internationaler Ebene (Champions League) sammeln. In der laufenden Saison 2019/2020 sind die Schaffhauser auf Kurs zum Triple (Meisterschaft, Cup und Supercup). Sie führen in der Meisterschaft souverän (sechs Punkte Vorsprung) und stehen am 15. März im Cupfinal. Der Supercup haben sie bereits gewonnen.

Potenzial vorhanden

Werner Bösch will sein Engagement bei den Kadetten Schaffhausen erfolgreich abschliessen, «toll wäre natürlich das Double», meint der Vorarlberger. Trotzdem freut er sich schon jetzt auf seine neue Aufgabe beim HSC Kreuzlingen. «Ich habe mehrere Meisterschaftsspiele mitverfolgt. Dabei durfte ich feststellen, dass die Mannschaft eine gute Mischung aus jungen und routinierteren Spielern besitzt. Ich bin überzeugt, dass sie sich mittelfristig im oberen Drittel der Nationalliga B etablieren kann», stuft Bösch das vorhandene Potenzial ein. Bezüglich Kaderplanung tauscht sich der zukünftige HSCK-Cheftrainer ab sofort – soweit nötig – mit Sportchef Alexander Mierzwa und Präsident Patrick Müller aus. Grosse Veränderungen erwartet Werner Bösch allerdings nicht. Neben seiner neuen Tätigkeit beim HSC Kreuzlingen wird der 34-Jährige weiterhin auch die Schweizer U18-Frauen-Nationalmannschaft betreuen.

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