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NLB-Männer zurück auf der Siegerstrasse

Handball – Mit dem 34:29-Heimsieg über den Tabellenletzten TV Steffisburg haben die NLB-Männer des HSC Kreuzlingen einen grossen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

(Bild: Mario Gaccioli)

Die Erleichterung war nach dem Schlusspfiff allen ins Gesicht geschrieben. Die Mannschaft liess sich nach nervenaufreibenden 60 Minuten von ihren Anhängern hochleben, während die Verantwortlichen sich etwas abseits abklatschten. Im zweiten Spiel nach dem Trainerwechsel haben die Kreuzlinger endlich wieder auf die Siegerstrasse zurückgefunden. Die beiden Punkte gegen den zuletzt erstarkten Tabellenletzten brachten dem HSC Kreuzlingen einerseits eine Verbesserung auf Rang 7, andererseits aber auch eine Reserve von acht Punkten auf die Abstiegsplätze. Sieben Runden sind noch zu spielen. Nun will sich der Aufsteiger im vorderen Mittelfeld behaupten.

Wie ein Dieselmotor

Die erste Halbzeit verlief allerdings noch nicht nach dem Gusto der Thurgauer. Die Gäste, welche zuletzt gegen den damaligen Tabellenführer Stäfa punkteten und in Gossau nur knapp verloren, entpuppten sich wie erwartet als harte Knacknuss. Vor allem defensiv passte beim Gastgeber vorerst nicht alles zusammen. Dazu gab es für einmal auch wenig Unterstützung seitens der Torhüter, denen zusammen nur zwei Paraden gelangen. Im Angriff durfte sich der HSCK auf einen überragenden Teamcaptain Valon Dedaj verlassen. Er war mit seinen neun Treffern hauptverantwortlich dafür, dass sich der Rückstand gegen die abschlussstarken Berner bei Halbzeit mit 16:17 in Grenzen hielt.

In der Halbzeit fand das interimistische Trainerduo Mierzwa/Briegmann offensichtlich die richtigen Worte und taktischen Anweisungen. Nach dem Wiederanpfiff ging ein Ruck durch die Kreuzlinger Reihen. Und weil auch Torhüter Joao Perez gleich zwei wichtige Paraden gelangen, verwandelte der HSCK den Pausenrückstand mit vier Treffern in Serie in einen 20:16-Vorteil. Fortan waren die Kreuzlinger das bessere Team. Wie ein Dieselmotor brauchten sie offensichtlich Zeit, um richtig warmzulaufen. Anstelle von Dedaj, der von der Steffisburger Abwehr an weiteren Torschüssen gehindert werden konnte, übernahmen andere Spieler die Verantwortung. Insbesondere Linkshänder Drenit Tahirukaj erwachte und spielte nun seine Wurfgewalt mit fünf Treffern aus. In Fahrt kamen aber auch Thierry Gasser, Attila Kun und Fabian Schneider. Die Steffisburger, die im russischen Linkshänder Ivan Chernov (11 Tore) ihre überragende Offensivkraft besassen, kamen ab dem 24:19 durch Sandro Bär in der 40. Minute nie mehr näher als bis auf drei Treffern heran. Die Kreuzlinger, welche in der zweiten Halbzeit gegenüber der ersten nicht mehr wiederzuerkennen waren, hielten die Berner Gäste unter Kontrolle. Der Sieg des Heimteams war leistungsgerecht. Steffisburg sollte in dieser Form allerdings noch nicht abgeschrieben werden. Die Berner besitzen durchaus die spielerische Klasse für den Klassenerhalt.

Zwei weitere Heimspiele

Für den HSC Kreuzlingen geht es mit zwei Heimspielen weiter. Am nächsten Samstag, 18 Uhr, empfängt er den Tabellenelften TV Birsfelden. Die Niederlage gegen die Basler in der Vorrunde war mehr als ärgerlich. Mit einer erfolgreichen Revanche würden sich die Thurgauer auch noch der allerletzten Zweifel entledigen, in welcher Liga sie in der Saison 2020/21 spielen. Eine Woche später (Samstag, 14. März, 18 Uhr) gastiert dann der Tabellennachbar SG Wädenswil/Horgen im Egelsee.

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