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Mängel als Ursache für Probleme

Gesundheitsmosaik – Das Thema Nahrungsergänzungsmittel spaltet die Gemüter. Während die eine Gruppe Mangelerscheinungen bereits als Volkskrankheit einstuft, sehen Gegner bei einer ausgewogenen Ernährung keine positive Wirkung durch die Einnahme von Kapseln, Tabletten oder Pülverchen mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.

Nahrungsergänzungsmittel wirken nur in der korrekten Form und Dosis. (Symbolbild: M W/Pixabay)

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Deutschland sieht zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Personen, die sich normal ernähren, als überflüssig. Pavla Kengelbacher, diplomierte Krankenschwester, ausgebildet in klassischer Homöopathie und Therapeutin für Bioresonanz- und Frequenz-Therapie hat dazu eine andere Meinung: «Vermutlich wird von vielen die Tatsache unterschätzt, dass unsere Nahrung zu wenige Vitamine und Mineralstoffe enthält.» Zudem würden Gemüse, Obst und auch das Wasser Umweltgifte wie etwa Pestizide und Hormone aufweisen. Beim Ausscheiden dieser Umweltgifte verbraucht der Körper sehr viel Energie, weshalb ein erhöhter Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen essenziell sei. «Ich kläre meine Patienten zudem darüber auf, dass sie proaktiv Verantwortung über die drei wichtigen Grundlagen des Lebens – gesunde Ernährung, reines Wasser und bewusstes Atmen – übernehmen müssen», sagt Kengelbacher, Inhaberin der Praxis Oujas in Tägerwilen.

Der Ist-Zustand entscheidet
Zur Prävention empfiehlt Kengelbacher über die Wintermonate eine gute Mischung aus Vitaminen zu sich zu nehmen. Je nach Symptomen des Patienten muss die Sachlage noch genauer unter die Lupe genommen werden. «Ich lasse die Blutwerte ganz gezielt bestimmen und empfehle auf dessen Resultat hin die entsprechende Dosis und Zusammensetzung von Vitaminen und Spurenelementen», erklärt Kengelbacher. Was alle Menschen vereine, sei der heutige Druck und die Schnelllebigkeit, der sogenannte «Ferrari-Lifestyle», welcher logischerweise mehr Benzin – in unserem Fall Nährstoffe – verbrauche als früher.

Mindestens 60 Prozent der Patienten sind bei ihr in Behandlung wegen Magen-Darm Beschwerden. Nach den Tests sieht sie, wie gut die Person Nährstoffe aus den Nahrungsmitteln aufnimmt und welche Mängel für die Beschwerden ausschlaggebend sein könnten. «Dabei stellte ich fest, dass viele unbewusst an den Folgen eines Vit D3-Mangel leiden», klärt die Inhaberin der Praxis Oujas auf. Vit D3 ist nicht nur ein Vitamin, sondern auch ein Prohormon, das mit vielen wichtigen Vorgängen im Körper zu tun hat. Oft reiche zum Füllen der Depots die empfohlene Tagesdosis nicht aus und sie müsse dementsprechend die Menge nach oben korrigieren. «Viele Patienten mit Vit D3-Mangel sagen verwundert, dass sie sich auch im Winter regelmässig an der frischen Luft betätigen», sagt Kengelbacher. Ausschlaggebend für die Bildung dieses Vitamins ist aber der Winkel der Ultraviolettstrahlung der Sonne. Genau aus diesem Grund gehört es bei ihr in ein Präventionspaket.

Gezielte Einnahme
Wie lange die einzelnen Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden sollten, hängt von den Symptomen und Laborwerten ab. Sie selbst ist kein Fan von Langzeiteinnahmen. Denn Vitaminpräparate, die der Körper jahrelang in derselben Zusammensetzung zugeführt bekommt, können früher oder später zu einer Übersättigung führen. Der Organismus beschäftigt sich zu intensiv mit dessen Ausscheidung, bis er irgendwann den Dünndarm in den Schlafmodus versetzt und dieser gar nichts mehr aufnimmt. «Spätestens nach einem halben Jahr bitte ich die Patienten, die Blutwerte erneut kontrollieren zu lassen. Nur so kann eine gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln gewährleistet werden», schildert die Therapeutin.

Wenn ein Bluttest etwa einen erhöhten Vit B12 Mangel aufweist, kommt man nicht immer um eine Spritze herum. Ist die Lage nicht prekär und Geduld ist vorhanden, kann die Lücke auch mit einem entsprechenden Präparat geschlossen werden. Hierbei ist wichtig, dass es sich um Methylcobalamin handelt, eine natürliche und bioaktive Form des Vitamins, welches direkt eine gesundheitliche Wirkung entfaltet. Die billigere Variante Cyanocabalamin kommt häufiger in Mischpräparate vor, muss aber zuerst noch umgewandelt werden. Aufgrund fehlerhafter Aufnahmefunktion des Körpers werde es dann nicht verarbeitet.

Mangelerscheinungen begünstigen Probleme und Krankheiten
Die diplomierte Homöopathin ist davon überzeugt, dass anhaltende Mängel Probleme oder Krankheiten fördern. «Nicht nur bei zu wenig B12 oder D3 im Körper, auch bei anderen Mängeln gehe ich mit dem Patienten zusammen der Frage nach, wo die Ursache liegt.» Nahrungsergänzungsmittel sind, wie schon erwähnt, präventiv und unterstützend einzunehmen, sie beheben nicht das zugrunde liegende Problem. Lang anhaltender Stress könne sich bis in die Zellen hinein negativ auswirken und Ursprung des Leidens sein.

Risiken und Nebenwirkungen
Nahrungsergänzungsmittel können auch Nebenwirkungen aufweisen. Gemäss Kengelbacher treten die aber selten so gravierend auf, wie bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Es könne auch vorkommen, dass die Wirkung ausfällt, weil ein bestimmtes Vitamin vom Körper nicht aufgenommen wird. In diesem Fall könne ein fehlender «Spielkamerad» im Stoffwechsel verantwortlich sein. Die falsche Dosis könne aber auch daran schuld sein.

«Damit der Körper die Möglichkeit erhält, mit voller Kraft Vitamine und Mineralien zu verarbeiten, aber auch die Selbstheilung aktiviert wird, biete ich als Basis die Colon-Hydro-Therapie an. Dr. N. W. Walker sagt, dass ein sauberer Darm die beste Versicherung ist», erklärt Kengelbacher den Ablauf ihrer Therapie.

Zur Stärkung des allgemeinen Wohlbefindens gehören selbstverständlich eine ausgewogene Ernährung und genügend stilles Wasser dazu. Sie empfiehlt Osmose-Wasser, das den Körper täglich von freien Radikalen – Zwischenprodukte des Stoffwechsels – befreit. Eine korrekte Atmung entstehe automatisch durch genügend Bewegung. Speziell für Menschen, die viel in geschlossenen Räumen sind, hat die Therapeutin aus Tägerwilen auch einen Tipp – Ionisierter Sauerstoff zur besseren Sättigung des Sauerstoffbedarfs.

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