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Vier Panaschierkönige und eine Panaschierkönigin

Thrugau – Nina Schläfli, Dominik Diezi, Anders Stokholm, Kurt Baumann und Max Vögeli holten in ihrem Bezirk am meisten Panaschierstimmen. Dies geht aus den ersten statistischen Auswertungen zu den Grossratswahlen 2020 hervor, die die Dienststelle für Statistik soeben veröffentlicht hat.

Fünf Panaschierkönige hat es im Thurgau. (Bild: Gabi Eder/pixelio.de)

Wie viele Panaschierstimmen eine Kandidatin oder ein Kandidat holt, deutet auf ihre bzw. seine überparteiliche «Attraktivität» hin. Denn: Wählerinnen und Wähler, die panaschieren – also den Namen einer Kandidatin oder eines Kandidaten handschriftlich auf einen Wahlzettel einer anderen Partei schreiben – lassen ihre Stimme bewusst einer bestimmten Person zukommen.

An den Grossratswahlen 2020 wurde im Bezirk Arbon Dominik Diezi (CVP) Panaschierkönig. Er holte 249 Panaschierstimmen pro 1’000 parteifremden Wahlzetteln. Auf dem zweiten Platz liegt Norbert Senn (ebenfalls CVP) mit 233, auf dem dritten Dieter Feuerle (GP) mit 185 Panaschierstimmen pro 1000 parteifremden Wahlzetteln.

Im Bezirk Kreuzlingen schnitt Nina Schläfli (SP) bezüglich überparteilicher Attraktivität am besten ab. Sie vereinte 227 Panaschierstimmen pro 1000 parteifremden Wahlzetteln auf sich. Den zweiten Platz sicherte sich Peter Dransfeld (GP) mit 213, den dritten Platz Christina Pagnoncini (glp) mit 175 Panaschierstimmen pro 1’000 parteifremden Wahlzetteln.

Im Bezirk Frauenfeld ist, wie bereits vor 4 Jahren, Anders Stokholm (FDP) der überparteilich «beliebteste» Kandidierende. Er erzielte 210 Panaschierstimmen pro 1000 parteifremden Wahlzetteln. Auf den nächsten Plätzen folgen Marianne Sax (SP) mit 197 vor Stefan Leuthold (glp) mit 128 Panaschierstimmen pro 1000 parteifremden Wahlzetteln.

Der Panaschierkönig im Bezirk Münchwilen heisst Kurt Baumann (SVP). Er konnte 201 Panaschierstimmen pro 1000 parteifremden Wahlzetteln auf sich vereinen. Die Plätze zwei und drei holten Josef Gemperle und Alex Frei (beide von der CVP) mit 184 respektieve 183 Panaschierstimmen auf 1000 parteifremden Wahlzetteln.

Wie bereits bei den letzten Grossratswahlen heisst im Bezirk Weinfelden der Panaschierkönig Max Vögeli (FDP). Er holte 249 Panaschierstimmen pro 1000 parteifremden Wahlzetteln. Wie vor vier Jahren folgen auf den nächsten Plätzen Ulrich Fisch (glp) mit 215 und Andreas Guhl (BDP) mit 154 Panaschierstimmen pro 1000 parteifremden Wahlzetteln.

Auf www.statistik.tg.ch steht die komplette Übersicht «Kandidatinnen und Kandidaten nach Beliebtheit bei Wählerinnen und Wählern anderer Parteien» zur Verfügung. Ebenso finden sich die detaillierten Ergebnisse pro Kandidatin oder Kandidat: Hier erfährt man, von welchen Wahlzetteln die Stimmen der Kandidierenden kamen.

Link zur Internetseite «Grossratswahlen 2020»:
https://statistik.tg.ch/themen-und-daten/staat-und-politik/wahlen-undabstimmungen/grossratswahlen-2020.html/10544

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