/// Rubrik: Region | Topaktuell

«Danke! Und halten Sie durch»

Kanton – Die Chefin des Kantonalen Führungsstabes, Regierungsrätin Cornelia Komposch, wendet sich in einer Videobotschaft an die Thurgauer Bevölkerung. Zum einen mit einem Dank an alle Menschen, die sich für die Bewältigung der Coronakrise im Thurgau einsetzen, und zum anderen mit der Botschaft: «Halten Sie durch. Gemeinsam schaffen wir das.»

(Bild: truthseeker08 / Pixabay)

Cornelia Komposch, Regierungsrätin und Chefin des Kantonalen Führungsstabes: «Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kantonalen Verwaltung und dazugehörenden Institutionen. Verehrte Fachkräfte des Gesundheitswesens, der Sozialarbeit, Seelsorge, der Sanität, des Zivilschutzes, Polizei, Armee und der Regionalen Führungsstäbe. Verehrte Mitglieder von Behörden, Bildungsverantwortliche, Kulturschaffende, Sportveranstalter, Unternehmerinnen und Unternehmer. Liebe Thurgauerinnen und Thurgauer. Ich wende mich an Sie, die Sie tagtäglich einen enormen Einsatz leisten, um der Verbreitung des Corona-Virus entgegenzuwirken und somit das Gesundheitswesen und die lebensnotwendige Infrastruktur im Kanton Thurgau aufrecht zu halten. Ich möchte Ihnen als Chefin des Kantonalen Führungsstabs und im Namen der Thurgauer Regierung Danke sagen.

Danke, dass Sie zusammen mit der Regierung an einem Strick ziehen, dass Sie die vom Bund erlassenen Weisungen akzeptieren und die Massnahmen umsetzen, dass Sie sich an die Verhaltensregeln halten und sich bezüglich Arbeitsbedingungen flexibel zeigen – letztlich, dass Sie ein Stück von ihrem sozialen und privaten Leben zurückstellen. Viele von Ihnen mussten Ihre Arbeit sistieren, Läden und Restaurants mussten schliessen, viele arbeiten plötzlich im Homeoffice, betreuen 24 Stunden ihre Kinder, die nicht mehr in die Schule gehen können, Grosseltern dürfen ihre Enkel nicht mehr sehen und umgekehrt, Besuche in Heimen bei lieben Verwandten sind Verboten und viele mussten ihre lang ersehnten Ferien absagen.
Diese Anforderungen an Sie, liebe Thurgauerinnen und Thurgauer, sind gewaltig und insbesondere sind die existentiellen Fragen sehr belastend.

Die Regierung ist sich der schwierigen Situation der Unternehmungen, der selbständig
Erwerbenden, der Kulturschaffenden, der Sportgremien, der Pflegenden, aber auch der
Familien sehr bewusst und sie setzt alles daran, Unterstützung leisten zu können.
Im Namen der Regierung danke ich Ihnen für Ihre Solidarität, für das Vertrauen, das Sie uns
schenken und die enorme Unterstützung, die wir von der Thurgauer Bevölkerung derzeit
erfahren. Danke, dass Sie sich mit ganzer Kraft für die Gesundheit unserer Bevölkerung
einsetzen – in einer Zeit, in der das Coronavirus unseren Alltag einschneidend einschränkt.

Dem Kantonalen Führungsstab möchte ich für sein enormes Engagement, sein strukturiertes
Planen und seine Weitsicht danken. Er steht zu grossen Teilen in der Verantwortung, die Krise
zu bewältigen – selbstverständlich kann er das nicht alleine; er ist auf Partner wie die Armee,
den Zivilschutz und das Gesundheitswesen, die Spitäler im Kanton angewiesen.
Seit Wochen aber leistet der Führungsstab im Hintergrund fast rund um die Uhr unverzichtbare
Arbeit. Er organisiert Logistisches, hilft die Bettenkapazitäten in den Spitälern zu erhöhen, hat
den Bezug des alten Bettenturms im Spital Frauenfeld zusammen mit der STGAG aufgegleist,
beschafft Material wie zum Beispiel Desinfektionsmittel, Masken, Schutzanzüge, Beatmungsmaschine, etc., er betreibt zusammen mit dem Zivilschutz die Bevölkerungs-Hotline, koordiniert die freiwilligen Helferinnen und Helfer und organisiert die Unterstützung der Armee. Dem Kantonalen Führungsstab gehört unser aller Wertschätzung und Anerkennung.

Die aktuelle Situation fordert uns alle. Ja, sie ist eine Herausforderung. Für jeden Einzelnen von
uns. Und jeder einzelne kann etwas zur Bewältigung der Lage beitragen. Bleiben Sie zuhause,
wann immer möglich. Schützen Sie sich. Unterstützen Sie einander in der Nachbarschaft, in der
Familie, im Freundeskreis, aber halten Sie immer Abstand – zwei Meter! Rufen Sie sich
gegenseitig an, machen Sie sich Mut, damit wir diese aussergewöhnliche Zeit gemeinsam
meistern und am Ende vielleicht sogar sagen können: wir sind trotz Abstand näher
zusammengerückt.

Ich versichere Ihnen, mein Führungsstab wird, gemeinsam mit allen Partnern, alles in seiner
Macht Stehende tun, diese Krise so gut wie möglich zu meistern und ich bin überzeugt;
gemeinsam schaffen wir das.

Ich freue mich, wenn wir uns bald wieder die Hand geben können – noch ist es nicht soweit. Wir
müssen Geduld haben und diszipliniert sein. Ich appelliere an Sie: Halten Sie durch, halten Sie
Abstand, halten Sie Sorge zueinander. Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit.»

Hier geht’s zum Videobeitrag.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.