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Nur punktuell verändertes Kader

Kreuzlingen – Trotz des vorzeitigen Abbruchs der Meisterschaft 2019/2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind beim SPL1-Frauenteam des HSC Kreuzlingen die Vorbereitungen auf die nächste Saison bereits weit fortgeschritten. Grossmehrheitlich kann Cheftrainerin Kristina Ertl Hug dabei auf das gleiche Kader zählen. Es wird nur punktuelle Veränderungen geben.

Die 26-jährige Torhüterin Nathalie Wörner in grün. (Bild: zvg)

Das vorzeitige Ende der Saison 2019/2020 per 13. März kam für die Verantwortlichen des HSC Kreuzlingen nicht wirklich überraschend. Aufgrund der rasanten Entwicklung der Coronavirus-Pandemie musste mit diesem Entscheid gerechnet werden. Natürlich hätte man die Saison gerne zu Ende gespielt. Die Kreuzlingerinnen waren nach dem erfreulichen 5. Platz in der SPL1-Hauptrunde überzeugend in die Auf-/Abstiegsrunde SPL1/SPL2 gestartet und führten die Rangliste mit 8:0 Punkten souverän an. Der HSC stand somit vor dem frühzeitigen Klassenerhalt und dem Erreichen seines Saisonziels. Wie der Zentralvorstand des Schweizer Handball-Verbandes (SHV) auf Antrag der eingesetzten Taskforces entschieden hat, wird die abgebrochene Saison 2019/2020 nicht gewertet und folglich die Saison 2020/2021 mit den gleichen Teams in Angriff genommen. Es gibt also keine Auf- und keine Absteiger.

Drei Abgänge fix
Bereits klar ist, dass dem HSC Kreuzlingen in der nächsten Saison drei Spielerinnen nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Verträge mit Torhüterin Adriane Hajduk (24) sowie Anina Veit (22) und Janice Veit (19) werden nicht verlängert. Die beiden Geschwister verlassen den HSC somit nach nur einer Saison wieder. Die ehemalige Nationalspielerin Anina Veit (4 Länderspiele) hängt ihre Handballschuhe an den Nagel und will sich auf ihre Ausbildung konzentrieren. Ihre jüngere Schwester war bereits Anfang Jahr zurückgetreten. Torhüterin Adriane Hajduk bestritt wegen ihrer Knieprobleme nur gerade vier Meisterschaftsspiele; das letzte am 4. Oktober 2019. Als ausgebildete Physiotherapeutin stand bis zum Saisonabbruch noch im medizinischen Bereich zur Verfügung.

Stabile Kaderplanung
Cheftrainerin Kristina Ertl Hug kann für die nächste Saison also mit einem Grossteil des bisherigen Kaders planen. Weiterlaufenden Verträge besitzen Topscorerin Isabel Tissekker (26), Jennifer Heinstadt (20), Miriam Federau (24), Pashke Marku (21), Petra Skoricova (20), Sara Hildebrand (22) und Selina Weidmann (25). Die Verträge mit Torhüterin Nathalie Wörner (26) sowie den Feldspielerinnen Kira Klein (25), Anna Mayer (25), Astrid Plüss (24), Lea Rothacker (19) und Renáta Juhász (24) wurden verlängert. Möglicherweise wird auch die routinierte slowenische Linksaussen Katja Sivka (29) nochmals eine Saison anhängen. Wegen eines mehrmonatigen Auslandaufenthalts dürfte hingegen Kim Espinosa (20) dem HSC in der kommenden Saison – wenn überhaupt – lediglich teilweise zur Verfügung stehen.

Nur punktuell verstärken
In den vergangenen Wochen wurden seitens der Kreuzlinger Verantwortlichen mehrere Gespräche mit möglichen Neuzuzügen geführt. «Wir wollen das Kader nach zwei Jahren mit sehr vielen Mutationen auf die nächste Saison hin lediglich punktuell verändern und die Kontinuität stärken», betont Sportchef Markus Rutishauser. Die Mannschaft soll weiter zusammenwachsen und einen weiteren Schritt nach vorne machen. «Wir stehen mit Neuverpflichtungen nicht unter Druck. Aber selbstredend möchte man ein Kader natürlich immer verstärken und breiter machen». Auf die Verpflichtung von Profispielerinnen – wie es die meisten Schweizer Topclubs machen – wolle der HSC aber auf jeden Fall verzichten. «Wir fahren da eine etwas andere Strategie», so der Sportchef, «und vermitteln den Spielerinnen einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz.» Weiter planen die HSC-Verantwortlichen, zwei bis drei Talente aus dem eigenen Nachwuchs ins erweiterte Kader aufzunehmen und regelmässig mit dem SPL1-Team trainieren zu lassen. Mittelfristig will der HSC so vermehrt auch wieder eigene Talente aufbauen und integrieren.

Individuelles Training
Während der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Restriktionen halten sich die Spielerinnen mit individuellem Ausdauer- und Krafttraining in den eigenen vier Wänden oder in der Natur fit. Wann man mit der ordentlichen Vorbereitung auf die neue Saison beginnen kann, kann derzeit noch niemand abschätzen.

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