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Baustart am Bommer Weiher

Alterswilen – Im Bommer Weiher soll die Nährstoffkonzentration weiter reduziert werden. Dazu baut der Kanton ein sogenanntes Retentionsgerinne und einen Filterschacht. Nach Ostern fahren die Bagger auf.

Entlang des Dippishauer Kanals (rechts im Bild) entsteht 2020 das neue Retentionsgerinne. Im Hintergrund: der obere Bommer Weiher. (Foto: BiCon AG, Andreas Bally)

2016 wurden die Bommer Weiher, ein Flachmoor und Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung, unter Schutz gestellt. Zum Schutz der ufernahen Flachmoorvegetation legt die Schutzanordnung parzellenscharf zwei sogenannte «Pufferzonen 2» fest, die für den Bau von naturnah ausgeführten, technischen Bauwerken bestimmt sind. Mit diesen Anlagen soll der Nährstoffeintrag, insbesondere durch Phosphat aus der weiteren Umgebung via Meteorwasser und Drainageleitungen in die Naturschutzzone, weiter vermindert werden. Das Bauwerk ergänzt die bereits von Landwirten und der Gemeinde Kemmental umgesetzten Massnahmen.

Der Baustart ist unmittelbar nach Ostern geplant. Gebaut wird ein zusätzliches rund 200 Meter langes Gerinne, das aus dem Dippishauser Kanal abzweigt und das Wasser zu einem Filterschacht führt. Beim Filterschacht handelt es sich um einen unterirdischen begehbaren Betonschacht mit einer Fläche von fünf mal fünf Metern. Das abgezweigte Wasser wird gereinigt und anschliessend in den oberen Bommer Weiher geleitet. Die besonders nährstoffbelasteten ersten Spülstösse nach intensiven Regenfällen können so aufgefangen und gereinigt werden. Die Anlage dürfte auch das starke Wachstum des rauen Hornkrauts – eine stark wuchernde Wasserpflanze – einschränken und die Verlandung des Weihers bremsen. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Oktober 2020.

Im Oktober 2019 hat der Regierungsrat ein Kostendach von 500’000 Franken genehmigt. Der Bund trägt 65 Prozent der Kosten im Rahmen der Programmvereinbarung Naturschutz. Gleichzeitig wird der Dippishauser Kanal revitalisiert, die Revitalisierung wird indes im Rahmen des ordentlichen Budgets des Amts für Umwelt sichergestellt.

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