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Einstellung des Präsenzunterrichts: Erfahrungsaustausch mit Thurgauer Schulen

Thurgau – Um direkt zu erfahren, was für Erfahrungen die Thurgauer Schulen in den Wochen des Lockdowns gemacht haben, trafen sich Regierungsrätin Monika Knill, Vorsteherin des Departements für Erziehung und Kultur, und Beat Brüllmann, Chef des Amts für Volkschule, exemplarisch mit Vertretern zweier Schulen. Die Verantwortlichen des Kantons wollten sich über die Umsetzung der angeordneten Massnahmen ins Bild setzen lassen und Erkenntnisse gewinnen in Bezug auf die geplante Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts am 11. Mai.

Die gewonnenen Erfahrungen sollen
auch mit in die Planung zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs einfliessen. (Bild: zvg)

Regierungsrätin Monika Knill, Vorsteherin des Departements für Erziehung und Kultur, und Beat Brüllmann, Leiter des Amts für Volkschule, trafen sich am Mittwoch, 22. April 2020, mit Vertretern zweier Steckborner Schulen. Zuerst wurden sie von Gesamtleiter Lorenz Odermatt in der Schulstiftung Glarisegg empfangen. Anschliessend luden Bettina Gasser, Schulpräsidentin Primarschule, und Schulleiter Markus Rüegge im Primarschulhaus Steckborn zum informellen Gespräch. Ziel dieses Erfahrungsaustausches war es, exemplarisch etwas über die Befindlichkeiten der Thurgauer Schulen im Zusammenhang mit den Massnahmen zur der Corona-Pandemie zu erfahren.

Es braucht Flexibilität und Pragmatismus
Beide Schulen zogen für sich die Bilanz, dass es für die Umstellung auf den Fernunterricht nötig gewesen sei, pragmatisch zu denken, flexibel zu sein und Prioritäten zu setzen. Mittlerweile habe man sich aber eingespielt. Natürlich gebe es auch Diskussionen, aber die Zusammenarbeit von Lehrpersonen, Eltern und Schülern sei gut und die Rückmeldungen seien positiv. Beide Schuleinheiten zeigten sich zufrieden mit der Kommunikation des Amts für Volksschule. Was die Erfahrung des Fernunterrichts bestätigt hat, ist, wie wichtig die Beziehung eines Schulkindes zu seinen Vertrauenspersonen in der Schule ist. Seien dies Lehrpersonen, Logopäden oder im Falle der Sonderschule Glarisegg auch Sozialpädagogen. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass es der Anspruch des Fernunterrichts an die Eltern sei, die erzieherische Aufgabe zu erfüllen, nicht aber die schulische. Damit eine Vorbereitungsgrundlage für die Schulen geschaffen werden könne, brauche es Leitentscheide und Vorgaben des Kantons für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs. Eine etappierte Übergangslösung etwa mit Kleinklassen oder der Kombination aus Fernunterricht und Präsenzunterricht ist nicht umsetzbar, so der Konsens aus beiden Gesprächen.

Öffnung der obligatorischen Schulen angestrebt
Die gewonnenen Erfahrungen und genommenen Hürden der besuchten Schulen sollen auch mit einfliessen in die Planung zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs. Sie werden vom Departement für Erziehung und Kultur und dem Kantonalen Führungsstab bei der Erarbeitung einer Strategie aus dem Lockdown mitgedacht. Dass ab dem 11. Mai die obligatorischen Schulen wieder öffnen, ist für den Regierungsrat der spätest wünschbare Zeitpunkt. Wie die Wiederaufnahme im Rahmen der Lockerungsmassnahmen konkret aussehen und wann es so weit sein wird, darüber entscheidet das Departement nach Bekanntwerden der bundesrätlichen Entscheidung am 29. April.

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