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Grenze schnellstmöglich öffnen

Kreuzlingen – Stadtpräsident Thomas Niederberger und sein Konstanzer Amtskollege Oberbürgermeister Uli Burchardt fordern die Öffnung der Grenze. Ihr Appell richtet sich an die Bundesregierungen in Bern und Berlin.

Mit dem erneuten Appell fordern Stadtpräsident Thomas Niederberger und Oberbürgermeister Uli Burchardt die Öffnung der Grenze. (Bild: Sandro Zoller)

Auf Anordnung von Bundesinnenminister Horst Seehofer, ist die Grenze zwischen Konstanz und Kreuzlingen seit dem 16. März 2020 geschlossen. Diese Massnahme zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus bedeutet auch eine Zäsur für das Zusammenleben in der Grenzregion. Denn über viele Jahrzehnte hinweg sind die Städte Konstanz und Kreuzlingen zusammengewachsen und entwickelten sich zu einem gemeinsamen, aktiven Lebensraum. Die Bürgerinnen und Bürger, die Wirtschaft, die Politik, die Kultur sowie einige Versorgungsstrukturen sind eng miteinander verbunden.

«Nachdem die Bundesregierungen in der Schweiz und Deutschland die schrittweise Lockerung der Pandemie-Massnahmen eingeleitet haben, sollen sie nun auch die Grenze schnellstmöglich wieder öffnen», fordern Stadtpräsident Niederberger und Oberbürgermeister Burchardt. «Es ist an der Zeit, der Bevölkerung eine Perspektive aufzuzeigen», sagt Stadtpräsident Niederberger. «Unsere Bürgerinnen und Bürger dies- und jenseits der Grenze haben sich diszipliniert an die Distanz- und Hygienemassnahmen gehalten, das beweisen die sinkenden Corona-Fälle. Insofern wäre die Öffnung der Grenze auch ein Zeichen des Vertrauens aus Bern und Berlin», resümiert Oberbürgermeister Burchardt.

Der Stadtpräsident und der Oberbürgermeister sind im stetigen Austausch mit dem Kantonalen Führungsstab Thurgau und den Sicherheitsdiensten auf Schweizer und Deutscher Seite, die seit der Schliessung der Grenze für die Einhaltung der Covid-19 Massnahmen sorgen. Bereits Anfang April beantragte Stadtpräsident Thomas Niederberger die Prüfung spezifischer Lockerungsmassnahmen für die Grenzregion Kreuzlingen-Konstanz bei der dafür zuständigen Bundesrätin Karin Keller-Suter, Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements. Daraufhin lockerte die Bundesbehörde die Handhabung bei Härtefällen. Seit dem 17. April sind insbesondere die grenzüberschreitende Betreuung von erkrankten, betagten oder minderjährigen Familienangehörigen sowie die Wahrnehmung des zivilrechtlich geregelten Besuchsrechts von Kindern und deren Begleitpersonen oder gegenseitige Besuche innerhalb der Kernfamilie wieder möglich, was die Situation schon wesentlich entspannte. Auch Oberbürgermeister Uli Burchardt richtete sich an seine Regierung mit der Bitte, die «Schlagbäume wieder aufzumachen».

«Mit unserem erneuten Appell fordern wir die Regierungen dringlich auf, die Grenze wieder zu öffnen und somit die massiven Einschränkungen für unsere Bevölkerung aufzuheben.» Sie beide hoffen auf einen schnellen Entscheid aus Bern und Berlin «damit wir in unser Leben zurückfinden und die Lockerungen keinen Halt vor der Grenze machen.»

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