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Corona und die Schweiz

Leserbrief – Jost Rüegg aus Kreuzlingen hat ein paar Worte zu Corona und den aktuellen Lockerungen.

Leserbrief

(Bild: Dirk Wouters/Pixabay)

Aufgrund der Nachrichten, die Anfang Jahr aus China und dann aus Italien eintrafen, musste der Bundesrat handeln, weil nicht zu Unrecht befürchtet wurde, dass bei uns ähnliche Zustände eintreten und massenweise Menschen sterben müssen, weil es an adäquaten Behandlungsmöglichkeiten fehlt. Nun, die befürchteten Auswirkungen sind in der Schweiz nicht eingetreten, zum Glück. Dies aber wohl nur darum, weil der Bundesrat scharfe Massnahmen getroffen hat, die die Ausbreitung des Virus massiv einschränkten. Bald einmal wurde klar, dass diese Massnahmen wirken, weil offenbar ein genügend grosses Segment unserer Bevölkerung sich erstaunlich gut an die Regeln hält. Damit wurde auch klar, dass man mit den Einschränkungen, die massiven gesellschaftlichen wie wirtschaftlich Schaden anrichten, schrittweise auch wieder zurück fahren muss. Ziemlich klar ist auch, dass die Fallzahlen jetzt wieder zunehmen werden. Das ist solange kein Problem, als unser Gesundheitssystem damit fertig wird. Solange wir keinen Impfstoff haben, wird ein Teil der Menschen trotz erstklassiger, medizinischer Unterstützung an diesem Virus sterben, weil ihr Immunsystem einfach zu schwach ist, um damit fertig zu werden. Da es aber nicht möglich ist, die Isolation, wie sie in den letzten Wochen in der Schweiz angeordnet wurde, über weitere Monate und auf unbestimmte Zeit aufrecht zu erhalten, werden wir das hinnehmen müssen. Ich schreibe das, als einer, der aus Altersgründen zur Risikogruppe gehört. Wichtig scheint mir, das Personen, die, aus welchen Gründen auch immer, zur Risikogruppe gehören, sich aus eigenem Interesse selber entsprechend schützen oder eben geschützt werden. Sie sollen aber weiterhin an einem erträglichen und würdevollen Leben teilnehmen können, sonst fragen sie sich nämlich zu recht, für was sie noch da sind. Wir alle sind aufgefordert, diesem Virus mit entsprechender Vorsicht angemessen an die eigene, individuelle Situation zu begegnen.

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One thought on “Corona und die Schweiz

  1. Paracelsus

    Gemäss Ihren Aussagen müsste ich längst todkrank oder gar verstorben sein.
    Als Todkranker oder Verstorbener muss oder kann ich Ihre Produkte nicht mehr bestellen.
    Damit entgeht Ihne ein Geschäft mit mir. Das tut mir für Sie leid.
    MfG

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