/// Rubrik: Kultur | Topaktuell

Der Arenenberg als Gesamterlebnis

Arenenberg – Der Arenenberg mit den Bereichen Bildung, Beratung, Museum, Schloss und Park sowie der Landwirtschaft wird ab dem 1. Januar 2021 organisatorisch unter eine Gesamtleitung gestellt und im Departement für Inneres und Volkswirtschaft angesiedelt. Synergien können vermehrt genutzt und ein gemeinsamer Auftritt kann gestärkt werden. Die vom Regierungsrat verabschiedete Strategie fördert das Gesamterlebnis und stärkt die einzelnen Bereiche. Das kulturtouristische Angebot wird sichtbarer gemacht und die Bedeutung des Bildungsstandortes gefestigt. Abgestimmt darauf sind in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren weitere Renovationen und bauliche Massnahmen geplant.

Schloss Arenenberg (Bild: Netzwerk Bodenseegärten)

Der Arenenberg ist ein geschichtsträchtiger Ort. Am 9. Mai 1906 schenkte Kaiserin Eugenie – Gattin von Napoleon III, dem letzten Kaiser von Frankreich – das gesamte Besitztum dem Kanton Thurgau. Im Schenkungsvertrag wurde festgehalten, dass das Schloss als Museum dienen sollte und die Ökonomiegebäude zu Erziehungszwecken umzubauen seien. Heute ist der Arenenberg ein beliebtes Ausflugsziel und Kompetenzzentrum in vielerlei Hinsicht: einziges deutschsprachiges Museum zur napoleonischen Geschichte, innovativer Impulsgeber für Entwicklungen im ländlichen Raum sowie Bildungsstandort für die Landwirtschaft, die Ernährungs- und Hauswirtschaft, den Musikinstrumentenbau und die Öffentlichkeit.

Während das Bildungs- und Beratungszentrum inklusive Gastronomie/Hotellerie dem Landwirtschaftsamt beziehungsweise dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft unterstellt sind, ist das Napoleonmuseum als eines der sechs kantonalen Museen dem Kulturamt beziehungsweise dem Departement für Erziehung und Kultur unterstellt. In den vergangenen Jahren haben sich die Verantwortlichen auf Stufe Departement, Amt und Betrieb intensiv mit einer Strategie zur gemeinsamen Entwicklung des Arenenbergs befasst. Die vom Regierungsrat im vergangenen Jahr genehmigte Strategie sieht ein weiteres Wachstum und eine Öffnung des kulturtouristischen Angebots vor.

Eine Marke unter einer Führung
Um die Marke ARENENBERG zu stärken und zielgruppenübergreifend zu nutzen sowie ein integrales Kundenerlebnis zu schaffen, ist eine Zusammenführung in eine Organisation mit einer zentralen Leitung entscheidend. Die Gesamtverantwortung am Arenenberg inklusive Napoleonmuseum wird daher ab dem 1. Januar 2021 einem Direktor oder einer Direktorin innerhalb des Landwirtschaftsamts dem Departement für Inneres und Volkswirtschaft übertragen. Mit dieser Zusammenführung soll sichergestellt werden, dass innerhalb des Betriebes ARENENBERG Synergien der einzelnen Geschäftsbereiche noch besser genutzt und Ressourcen gesamtheitlich und bedarfsgerecht eingesetzt werden. Die Wahl des neuen Direktors oder der neuen Direktorin wird im Laufe des Jahres 2021 erfolgen.

Zusätzlich wird ein verwaltungsinterner Auftraggeberrat beider Departemente eingesetzt. Dieser Rat besteht aus den drei amtsleitenden Personen des Landwirtschaftsamtes, des Amts für Berufsbildung und Berufsberatung sowie des Kulturamtes und ist für die Fachkoordination, die Abstimmung der Leistungsvereinbarungen und des Budgets sowie die Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie zuständig.

Bauliche Entwicklung in Planung
Basierend auf der zukünftigen Ausrichtung und Organisation hat eine bauliche Gesamtschau für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre ergeben, dass beim Gästehaus, Prinzenflügel und weiteren Bauten Instandsetzungsbedarf besteht und Sanierungen anstehen. Die kantonale Denkmalpflege ist stets involviert. Im Erdgeschoss des Hauptgebäudes soll eine zentrale Ankunftshalle geschaffen werden. Das Hochbauamt wird bis Ende Jahr eine erste Machbarkeitsstudie vorlegen.

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