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Überwachen und vorsorgen: Kanton Thurgau bereit für zweite Lockerungsphase

Kanton – Der Bund hat die Kantone verpflichtet, ab dem Montag, 11. Mai, das Contact Tracing aufzunehmen, um die Verbreitung des COVID-19-Virus zu verhindern. Der Kanton Thurgau arbeitet in einer Pilotphase mit der Lungenliga Thurgau zusammen. Das Departement für Finanzen und Soziales hat ausserdem beschlossen, dass die Spitäler ab 25 Neuinfektionen an drei aufeinanderfolgenden Tagen ihre Kapazitäten für COVID-Patientinnen und -Patienten erweitern können müssen.

(Symbolbild: PIRO4D auf Pixabay)

Der Bundesrat hat Mitte April entschieden, die Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem COVID-19-Virus schrittweise zu lockern. Das ist möglich, weil die Zahl der Neuinfektionen, der Hospitalisierungen und der Todesfälle schweizweit rückläufig ist. Das Ziel ist es nun, die Zahl der Neuinfektionen langfristig auf tiefem Niveau zu halten. Dazu ist ein Contact Tracing vorzunehmen. Dies bedeutet, dass jede infizierte Person telefonisch kontaktiert und eruiert wird, mit welchen weiteren Personen ein enger Kontakt stattgefunden hat. Die infizierte Person sowie deren enge Kontakte haben sich in Quarantäne zu begeben. Damit wird die Infektionskette des Virus unterbrochen und die Verbreitung des COVID-19-Virus verhindert.

Das Departement für Finanzen und Soziales des Kantons Thurgau (DFS) arbeitet in einer Pilotphase mit der Lungenliga Thurgau zusammen. Diese setzt das Contact Tracing um. Das Contact Tracing ist jetzt, aber auch in Zukunft ein sehr wichtiges Instrument, um Viren-Ausbreitungen zu überwachen und erfolgreich einzudämmen. Der Kanton Thurgau strebt deshalb eine langfristige Lösung an, die nach Bedarf sofort eingesetzt werden kann. Nach Möglichkeit soll die Lösung mit einem externen Partner gefunden werden, aber auch interne Varianten sind denkbar. Derzeit finden die entsprechenden Gespräche und Abklärungen statt.

Zahlen werden laufend aktualisiert und publiziert
Nebst dem Contact Tracing ist auch das Monitoring der Fallzahlen eine wichtige Massnahme im Kampf gegen die Verbreitung des COVID-19-Virus. Der Kanton Thurgau beobachtet die Anzahl der positiv getesteten Personen sowie der stationären und intensivmedizinischen Hospitalisationen seit Wochen aufmerksam. Künftig werden diese Grafiken sowie weitere Daten zum COVID-19-Virus täglich auf www.statistik.tg.ch.

Bettenkapazität wird situationsbedingt hochgefahren
Das Monitoring dient auch als Grundlage, um situationsbedingt genügend Plätze für COVID-Patientinnen bereit zu halten. Die Spitäler im Kanton Thurgau müssen demnach ständig 60 Akutbetten und 18 Intensivbetten bereithalten. Der Kantonsärztliche Dienst beurteilt die Situation zusammen mit einer Task Force der Spital Thurgau AG regelmässig. Infizieren sich im Kanton Thurgau an drei Tagen in Folge mehr als 25 Personen mit dem COVID-19-Virus, kann die Behandlungskapazitäten innerhalb einer Woche auf 132 Akutbetten und 32 Intensivbetten erweitert werden.

Fallzahlen im Kanton Thurgau
Anzahl bestätigter Fälle: 379 (+1)
Hospitalisiert: 8 (0)
davon auf der Intensivstation: 4 (0)
Verstorben: 17 (0)
Stand: 15. Mai, Die aktuellsten Zahlen sind zu finden auf: www.tg.ch
In Klamern ist der Vortag.

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