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Ausstellung unerwünschter Pflanzen zu Gast im Thurgau

Region – Bereits zum dritten Mal wird in den kommenden Wochen die Neophyten-Ausstellung im Thurgau zu Gast sein. In sieben Gemeinden, dazu gehören Salenstein und Münsterlingen, können Besucher die unerwünschten Pflanzen in natura sehen.

Kirschlorbeer an der Neophytenausstellung 2019 in Berlingen. (Bild: zvg)

Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die durch menschliche Aktivitäten eingeschleppt werden, sich sehr schnell vermehren und die einheimischen Arten verdrängen. In der Ausstellung sind 15 Arten ausgestellt. Da der Riesenbärenklau und die Ambrosia gesundheitlich problematisch sind, können an der Ausstellung von diesen Pflanzen nur Fotos gezeigt werden.

Ab dem 26. Mai gastiert die Ausstellung während einer Woche erneut in Frauenfeld. Danach wandert sie weiter nach Roggwil, Münsterlingen, Neunforn, Sirnach, Salenstein und Hohentannen, wo sie auch jeweils eine Woche verbleibt. Natalie Messner von der Fachstelle Biosicherheit des kantonalen Amtes für Umwelt freut sich über das grosse Interesse der Gemeinden, die Ausstellung zu zeigen. «Ich spüre, dass es den Gemeinden ein wichtiges Anliegen ist, ihre Bevölkerung auf die Thematik zu sensibilisieren.» Alle Gemeinden haben eine Betreuung der Ausstellung zu gewissen Zeiten oder eine Informationsveranstaltung organisiert. Die Veranstalter gehen aktuell davon aus, dass die Ausstellungen wie geplant stattfinden können. Allenfalls gibt es durch neue Pandemievorschriften Anpassungen bei den Informationsveranstaltungen oder den Betreuungszeiten.

Frauenfeld
Die Ausstellung invasive Neophyten gastiert vom 26. bis 1. Juni in der Altstadt Frauenfeld beim Maitlibrunnen (Kreuzung Kirchgasse/Zürcherstrasse, gegenüber evang. Stadtkirche). Am Freitag, 29. Mai, wird die Ausstellung zwischen 15 und 17 Uhr von einer Fachperson betreut.

Roggwil
Die Ausstellung invasive Neophyten gastiert vom 2. bis 7. Juni auf dem Lindenplatz in Roggwil (Kreuzung Esserswilerstrasse/Betenwilerstrasse gegenüber Schloss Roggwil). Am Samstag, 6. Juni, wir die Ausstellung zwischen 10 und 12 Uhr von einer Fachperson betreut.

Münsterlingen
Die Ausstellung invasive Neophyten gastiert vom 8. bis 14. Juni hinter dem Gemeindehaus Münsterlingen (Klosterstrasse 4). Am Mittwoch, 10. Juni, findet um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung am Ausstellungsort statt.

Neunforn
Die Ausstellung invasive Neophyten gastiert vom 15. bis 21. Juni auf dem Spielplatz hinter dem Volg in Oberneunforn. Am Mittwoch, 17. Juni, um 19.30 Uhr findet eine Informationsveranstaltung im Gemeindesaal statt. Jeden Abend wird die Ausstellung von Mitarbeitenden der Gemeinde betreut.

Sirnach
Die Ausstellung invasive Neophyten gastiert vom 22. bis 28. Juni auf dem Parkplatz gegenüber dem Gemeindezentrum Dreitannen in Sirnach. Am Samstag, 27. Juni, findet zwischen 10 und 12 Uhr eine Informationsveranstaltung am Ausstellungsort statt.

Salenstein
Die Ausstellung invasive Neophyten gastiert vom 29. Juni bis am 5. Juli vor dem Werk- und Entsorgungshof Salenstein (vis à vis Mehrzweckhalle). Am Montag, 29. Juni, um 18 Uhr findet ein Informationsanlass in der Mehrzweckhalle statt.

Hohentannen
Die Ausstellung invasive Neophyten gastiert vom 6. bis am 12. Juli an der Oetlishauserstrasse 1 in Hohentannen. Am Samstag, 11. Juli, findet um 10 Uhr eine Informationsveranstaltung am Ausstellungsort statt.

Invasive Neophyten
Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die nach der Entdeckung Amerikas 1492 bei uns bewusst, zum Beispiel als Nahrungslieferanten (Kartoffel, Tomate) oder Zierpflanze (Amerikanische Goldruten), oder unbewusst eingeführt bzw. eingeschleppt worden sind.

Es wird unterschieden zwischen invasiven und nicht invasiven Neobiota. Als invasiv werden jene Neobiota bezeichnet, die sich aggressiv und explosionsartig vermehren, dominant werden und dadurch andere Arten bedrängen. Dies kann ökologische, wirtschaftliche oder gesundheitliche Probleme verursachen.

Invasive Neophyten, die in der Schweiz weder verkauft noch neu gepflanzt werden dürfen (Aufzählung nicht abschliessend):

  • Nordamerikanische Goldrute (Solidago gigantea/Solidago canadensis)
  • Drüsiges Springkraut (Impatiens glandulifera)
  • Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum)
  • Japanischer Knöterich (Reynoutria japonica)
  • Essigbaum (Rhus typhina)
  • Ambrosia (Ambrosia artemisiifolia)
  • Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens)

Pflanzen, auf die verzichtet werden sollte (Aufzählung nicht abschliessend):

  • Götterbaum (Ailanthus altissima)
  • Einjähriges Berufkraut (Erigeron annuus)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Sommerflieder (Buddleja davidii)
  • Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus)
  • Seidiger Hornstrauch (Cornus sericea)
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