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Im KultX tut sich was

Kreuzlingen – Am Donnerstag, 18. Juni, 20 Uhr zeigt das Filmforum KuK die Komödie Le Miracle du Saint Inconnu.

Am Donnerstag, 18. Juni um 20 Uhr zeigt das Filmforum KuK die Komödie Le Miracle du Saint Inconnu.  (Bild: zvg)

Die neuen 20er-Jahre waren bis jetzt alles andere als golden, schon eher würde passen «The Roaring Twenties» und noch besser: «Les Années folles». Die vergangenen drei Monate waren verrückt, manches ist entrückt, auch die Kultur. Eigenartig war das alles. Das neue Jahrzehnt wurde mit einem leisen Paukenschlag eröffnet, und langsam dürfen die lauteren Zwischentöne und voll gesetzten Akkorde wieder aufs Tapet.

KultX hat die leise, verrückte Zeit genutzt, um ein paar Takte weiterzukommen. Gerne hätte man im Mai das neue Bistro eröffnet. Das KultX-Helferteam war tatkräftig und hoffnungsvoll. Corona und Co. haben dem Team einen Strich durch die Rechnung gemacht. Bis zum Bistro-Start müssen sie sich noch ein bisschen gedulden. Doch die KultX-Denkarbeit ist während der Corona-Zeit fortgeschritten. Man ist bereit für den Neustart und hat für die Spielzeit nach der Sommerpause in neuen Räumen ein volles und vielseitiges Programm parat. Alle Veranstaltungen, die während der Corona-Zeit ausgefallen sind, werden im Herbst und Winter ins Programm integriert.

Doch bevor es soweit ist, wollen sie die neu errungenen Freiheiten, die Lockerungen und schliesslich auch die bevorstehende Grenzöffnung zum Anlass nehmen, Gäste noch vor der Sommerpause im KultX zu empfangen. Das grenzüberschreitende Filmforum KuK ist Gastgeber für zwei Kinoabende ganz besonderer Art, nämlich mit Einbezug des reanimierten, internationalen Austausches und des Covid-19-Schutzkonzeptes.

Zum Film
Le Miracle du Saint Inconnu, 18. Juni, 20 Uhr, Kult-X, Hafenstrasse 8, Kreuzlingen. Amine rennt mit einer Tasche voller Geld durch die Wüste. Kurz nachdem er seine Beute vergraben hat, wird er verhaftet. Zehn Jahre später kehrt er zurück und erkennt den Ort kaum noch. Ein Mausoleum wurde über dem «Grab» errichtet, Pilgerscharen strömen herbei, um den «Unbekannten Heiligen» zu würdigen. Wie soll Amine nun sein Geld zurückbekommen? Der marokkanische Regisseur Alaa Eddine Aljem spielt in seinem ersten langen Film mit kurzen Szenen und schafft dabei eine moderne Fabel, die vom Absurden durchzogen ist. «Le miracle du Saint Inconnu» ist ein Ensemblefilm mit mehreren Charakteren, eine burleske Geschichte über die Beziehung zum Glauben, eine Studie über die Transformation einer Mikrogesellschaft und ein Film über den Wandel.

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