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Ermatinger können wieder in See stechen

Ermatingen – Die Kursschiffe dürfen wieder über den Bodensee schippern und auch in Ermatingen anlegen. Auf der Stedi stehen zwar noch die Baumaschinen aber der Schiffssteg ist eröffnet.

Der Schiffssteg in Ermatingen ist fertig, die Stedi jedoch erst nächstes Jahr. Gemeindepräsident Urs Tobler (2.v.l.) Geschäftsführer URh (rechts).  (Bild: Andrea Vieira)

Mit der Erstanlandung in Ermatingen bei der Stedi ist ein wichtiger Meilenstein gelegt. «Wir sind erleichtert, dass wir endlich wieder fahren dürfen», sagt Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein Remo Rey. Wobei nur 325 Gäste anstatt der möglichen 650 mitschippern dürfen. Daher hofft Rey auf den Sommer und weitere Lockerungen. Die Gemeinde als Bauherrschaft ist sehr froh, dass trotz der Corona-Pandemie die Bauarbeiten fortgesetzt werden konnten. Nun wird der neue Festplatz noch erstellt. Der Standort für das neue Wartehaus für die Schifffahrt ist auch erkennbar. Es wird ein weiteres Highlight der neuen Stedi werden. Der neue Steg Ost ist bereits fertiggestellt und für die Bootsstationierung freigegeben. Die Steganlage im Hafen wird anfangs 2021 installiert. Die Bepflanzung mit Platanen und den Pappelgruppen wird auch im Frühjahr 2021 erfolgen. Somit sind dann der neue Hafen und Festplatz rechtzeitig zur Eröffnung im Juni 2021 möglich.

Die neue Schiffanlegestelle ist soweit fertiggestellt und vergangenen Samstag für den Schifffahrtsbetrieb eröffnet worden. Eine spezielle Konstruktion mit Höhenverstellung über zwei Kranantriebe ermöglicht den Schifffahrtsgästen einen unbeschwerten Ein- und Ausstieg. Bei sehr grossem Hochwasser kann sogar der ganze Anlegesteg auf das Niveau eines Notsteges höhergelegt werden. Dadurch kann die Schifffahrt auch bei Hochwasser sicher anlegen.

Gegen die Naturgewalten gekämpft
Das fertige Projekt soll ein stimmungsvoller Begegnungsort mit hohem Nutzungskomfort für alle werden. Seit Beginn der Bauarbeiten anfangs 2019 hatte die Arbeitsgemeinschaft «Geiges Herzog Wellauer» mit zahlreichen Herausforderungen am Bau zu kämpfen. Sei es die aufwändige Baupiste für die neue Mole, das Ansteigen des Wasserstandes und Einstellung der Bauarbeiten infolge Hochwasser im Sommer 2019, das unerwartete Hangwasser vom Land her, all diese Herausforderungen verlangten immer wieder neue schnelle Ideen und Lösungen. Trotz diesen Verzögerungen seien die Finanzen noch im Lot und der bewilligte Kredit von 6,7 Millionen Franken werde nicht gross überschritten, so der Gemeindepräsident Urs Tobler. «Wir rechnen damit, dass wir im Frühjahr 2021 die Stedi mit einer Feier eröffnen können», sagt Tobler.

Die Arbeiten im Wasser sind nun mehrheitlich beendet. Bis Mitte Juli sollen die Gestaltung des Festplatzes auch abgeschlossen sein und der neue Ort am schönen Untersee begehbar sein. Die spezielle Form der Anlage und der runde Stedikopf mit der einmaligen geschwungenen Treppe gibt einen herrlichen Blick über den Untersee und Sonnenuntergänge frei. Es war eine Idee von Tobler, der womöglich etwas romantisch veranlagt ist: «Die Treppe auf der Westseite war zunächst in Richtung der Inseln geplant, aber einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang hat man gegen Westen.» Die Ermatinger werden ihren Gemeindepräsidenten vermutlich öfters auf der Treppe sitzen sehen, seinem Lieblingsplatz.

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