/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Auf der Zielgerade

Kreuzlingen – Das sich im Bau befindliche Regionale Annahmezentrum Kreuzlingen hat die letzte Etappe erreicht. Bereits Ende Juni wird mit der Fertigstellung gerechnet. Mit zielgerichtetem Informieren und dem kurzfristigen Zurückgreifen auf mehr Personal sollen zukünftig grosse Kundenströme koordiniert gelenkt und vermieden werden.

(V.l.) Martin Feldmann, Leiter Entsorgung-Recycling, und Patrick Schaufelberger, Betriebsleiter Kreuzlingen, begutachten den Bau. (Bild: Sandro Zoller)

Der Bau des Regionalen Annahmezentrums Kreuzlingen (RAZ) liegt im Plan. Am 9. Januar fand der Spatenstich auf dem Areal an der Maurerstrasse statt. Trotz der Corona-Pandemie, und dessen Einschränkungen, kam es zu keinen Verzögerungen. Ende Juni rechnen die Verantwortlichen bereits mit der Fertigstellung. Die Öffnung für die Entsorgung ist auf den 15. August geplant.

Es wird auf einen elektrischen Betrieb gesetzt
«Wenn man gut hinschaut, sieht man bereits auf der gesamten Dachfläche die Panels der Photovoltaikanlage», erklärt Melanie Lussem, Assistentin der Geschäftsleitung. Nachdem das Hallengebäude im Rohbau fertiggestellt wurde, sind nun die Elektroinstallationen an der Reihe. Parallel finden weiterhin Arbeiten im Innenbereich statt. Im Freien sind bereits die Einfahrt, Parkflächen für den Bereich vor den Einwurf-Luken, sowie Parkplätze neben der Halle auszumachen. Im Hofbereich entsteht gerade die grosse zweiteilige Bodenwaage für Anlieferungen von kostenpflichtigem Material.

Die Kunden haben zukünftig die Möglichkeit ihr Auto an einer E-Ladesäule zu «tanken». Aber auch im laufenden Betrieb wird auf elektrisch betriebene Umschlagsgeräte, inklusive dem grossen Sortierbagger, gesetzt.

Erfahrung mit hineingeflossen
«Wir haben bereits langjährige Erfahrungen durch unser Entsorgungszentrum in Stein am Rhein, welche voll und ganz in die Planung des RAZ Kreuzlingen eingeflossen sind», sagt Lussem. So entzerren die Trennung der Wege für die Gratis-Abgabe bei den Einwurfluken und die Anlieferung der kostenpflichtigen Materialien in der Halle deutlich den Betrieb. Die Zweiteilung der Bodenwaage erlaubt zudem die Wägung von zwei Autos gleichzeitig. Und um die Abläufe zu beschleunigen, wurden die Fläche der Einwurfluken vergrössert und eine klare Wegleitung und Ausschilderung entworfen. «Bewusst haben wir noch genügend Luft gelassen, um uns wo nötig anzupassen», schildert Lussem die Vorgehensweise. Dafür würden sie aktiv die zwei Monate nutzen, in denen sie parallel mit dem alten RAZ an der Sonnenwiesenstrasse arbeiten.

Informationen sollen sich auszahlen
Während des Lockdowns kam es teilweise im RAZ Kreuzlingen zu grossem Kundenandrang und daraus resultierenden unkontrollierbaren Situationen, worin Abstände nicht mehr eingehalten werden konnten. Gemäss Lussem soll es in Zukunft nicht mehr so weit kommen: «Beim neuen Entsorgungszentrum werden wir in einer ähnlichen Ausnahmesituation mithilfe unserer engagierten Mitarbeitenden aus anderen Bereichen kurzfristig auf mehr Personal zurückgreifen können, um die Kundenströme zu lenken.» Zudem setzt TIT Imhof auf die Informierung von Kunden. Für dessen zielgerichtete Verbreitung sollen auch die Sozialen Medien miteinbezogen werden. «In der Region um Stein am Rhein haben wir frühzeitig hingewiesen, dass die Menschen ihre Abfälle so weit wie möglich erst einmal zu Hause zwischenlagern.»

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.