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Grenzzaun schreibt Geschichte

Kreuzlingen/Konstanz – Der Grenzzaun, der Deutschland und die Schweiz voneinander trennte, geht in die Sammlung des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg über. Dort soll er an die aussergewöhnliche Zeit während der Krise erinnern.

Landrat Zeno Danner übergibt Teile des Grenzzauns von Klein Venedig an die Museumsdirektorin des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. (Bild: Landratsamt Konstanz)

Dass wieder Barrieren zwischen der Schweiz und Deutschland existierten, ist ein Stück aussergewöhnliche Zeitgeschichte. Daher stiess das Interesse des Hauses der Geschichte am Grenzzaun auf offene Ohren. Am Dienstag, 16. Juni, übergab Landrat Zeno Danner Teile des Zauns an die Museumsdirektorin Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. «Ich bin froh, dass die Grenzen zu unseren befreundeten Schweizer Nachbarn wieder offen sind und wir wieder als das zusammenleben können, was wir sind – nämlich eine fest ineinander verwobene Region. Der Grenzzaun erinnert daran, wie schnell sich das ändern kann und verdeutlicht gleichzeitig, dass wir Krisen nur gemeinsam, grenzüberschreitend meistern können», sagt Danner.

Das Haus der Geschichte nimmt den Zaunabschnitt mit dem Schriftzug «Kreuztanz» in seine Sammlung auf. Vier Konstanzer haben den Namen mit Absperrband in den Zaun geflochten. «Die neue Grenzsituation forderte zahlreiche Familien, Freunde und Liebende zu Interaktionen an dem Ort der Trennung heraus», sagte Direktorin Lutum-Lenger.

«Ein Symbol dafür ist diese Installation. Sie betont die Verbundenheit der Bevölkerung beider Seiten der Absperrung über die zwischenzeitliche Barriere hinweg. Wir wollen Geschichten und Erfahrungen der Menschen am Zaun und durch ihn hindurch bewahren.»

Landratsamt Konstanz

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