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Sanierung Haus J Forensik – Psychiatrie Münsterlingen

Münsterlingen – Die schrittweise Erneuerung und Modernisierung der Infrastruktur der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen geht weiter. Nach der Gesamterneuerung des Hauses K, dem Abschluss der Gesamt-Renovation des Hauses U und dem geplanten Neubau des Hauses T wird nun die Gesamtsanierung des Hauses J an die Hand genommen. Das Baugesuch für die umfassende Innen-Renovation und für den Bau eines Verbindungstraktes zwischen den Häusern C und J wird in diesen Tagen eingereicht.

Nordfassade. (Bild: zvg)

Im Haus J, wo in der Vergangenheit eine Psychotherapiestation und eine Akutstation untergebracht waren, soll anfangs 2022 eine dritte Forensik-Station eröffnet werden. Seit der Eröffnung der spezialisierten Forensik-Station C2 im Jahre 2012 hat sich die Psychiatrische Klinik Münsterlingen zu einem forensischen Kompetenzzentrum weiterentwickelt. Psychisch kranke Straftäterinnen und –täter werden von einem multiprofessionellen Team im Sinne des umfassenden progressiven Massnahmevollzugs behandelt und betreut. Die Nachfrage nach solchen Plätzen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das Angebot ist schweizweit immer noch zu knapp, deshalb wurden die 12, im Jahr 2012 eröffneten Plätze drei Jahre später, im 2015 auf 27 und nun für 2022 mit dem Haus J auf 48 ausgebaut.

Der Neubau des Verbindungstraktes zwischen den Häusern C und J erlaubt es, im Untergeschoss eine Loge mit gesichertem Zugang für beide Häuser zu schaffen, die beiden Gebäude durch einen gesicherten Korridor zur verbinden und schliesslich im EG Besprechungsräume für ambulante Abklärungen und Therapien zu bauen. Auch wenn der Sicherheitsstandard mit diesem neuen Bauprojekt nochmals etwas erhöht wird, werden in der forensischen Abteilung ausschliesslich Personen aufgenommen, deren Unterbringung einen mittleren Sicherheitsstandard erfordert. Dies bedeutet, dass bei einer allfälligen Flucht dieser Personen keine akute Gefährdung ausgeht.

Das umfassende Knowhow im Fachbereich Forensik wird inzwischen von verschiedenen Kooperationspartnern in der Ostschweiz zur Verfügung gestellt: sei es dem Massnahmezentrum Kalchrain, dem Gefängnis Frauenfeld oder dem Empfangs- und Verfahrenszent-rum in Kreuzlingen.

Für das aktuelle Bauprojekt, welches Gesamtinvestitionen von rund acht Millionen Franken auslöst, sind beim Bundesamt für Justiz Subventionen von rund einem Drittel beantragt. Ebenso unterstützt wird das Projekt vom Ostschweizer Strafvollzugskonkordat. Bauherrin ist die thurmed Immobilien AG, welche das Gebäude der Spital Thurgau – Psychiatrie, vermietet.

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