/// Rubrik: Stadtleben

KultX formiert sich neu

Kreuzlingen – Der Trägerverein des Kreuzlinger Kulturzentrums hat neue Statuten, neue Mitglieder und einen neuen Vorstand bekommen.

Der neue Vorstand des KultX: (v.l.) Andreas Heuke (stellvertretend für Marcello Indino), Martina. (Bild: zvg)

Zur Generalversammlung waren vor allem Vertreter von Gruppen und Vereinen gekommen, die bereits Räumlichkeiten im KultX genutzt haben oder dies in Zukunft tun wollen: Theaterleute, Musiker, Kinofreunde, Künstler*innen und viele mehr. Ein Ziel der Versammlung war es, diese als neue Mitglieder des Trägervereins ins Boot zu holen. Betriebsleiterin Christine Forster zeigte sich erfreut über die durch die Anwesenden repräsentierte kulturelle Vielfalt: «Sie zeigt, in welche Richtung das KultX geht.» Auf Antrag von Fritz Brechbühl, Präsident des Theaters an der Grenze, durften die neuen Mitglieder auch direkt über die traktandierten Geschäfte mitentscheiden.

Einstimmig wurde Jean Grädel zum neuen Präsidenten des Trägervereins gewählt. Der Theaterregisseur bemängelte schon vor Jahren, dass in Kreuzlingen ein zentrales Kulturzentrum mit einer Beiz fehlt und will sich mit vollem Einsatz in die Sache werfen. «Das reizt mich einfach.» Vom bisherigen Effort im KultX zeigte er sich dementsprechend beeindruckt und versprach: «Ich werde das, was ihr aufgebaut habt, weitertragen.»

Neu im Vorstand sind Marcello Indino, der bald auch Vize-Präsident des Theaters an der Grenze sein wird, Stefan Döhla vom Filmforum KuK (Kreuzlingen und Konstanz), Martina Reichert, Leiterin der Musikschule, und Stephan Militz. Letzterer ist Vertreter des neuen Vereins «KultX worX», in dem sich einzelne Veranstalter, aber auch Helfer organisieren. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Christine Forster (Präsidentin), Valentin Huber und Jürgen Lochbrunner traten zurück. Der Vorstand des Trägervereins kümmert sich unter anderem um die Leistungsvereinbarungen mit Stadt und Kanton, welche die finanzielle Unterstützung und betriebliche Kontinuität auf sichere Beine stellen sollen.

Freiwilligenarbeit und Professionalisierung
«Wir haben im vergangenen Jahr viel Erfahrung sammeln können und das Helfer-Team peu à peu aufgebaut», dankte Forster den vielen Freiwilligen, ohne die der Betrieb nicht möglich wäre. Sie erwähnte in ihrem Jahresbericht, der mit Applaus genehmigt wurde, die Anzahl von rund 80 Veranstaltungen im 2019. Zwischen September und Neujahr 2020 sind rund 100 Veranstaltungen geplant, das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem letzten Jahr. Ebenfalls genehmigten die Mitglieder die Rechnung 2019 und das Budget fürs laufende Jahr. Der Wert aller geleisteten Freiwilligenstunden sollte gesondert aufgeführt werden, regte Richard Tisserand vom Kunstraum Kreuzlingen noch an. Die neuen Statuten wurden angenommen. Fritz Brechbühl sprach dabei einen ihm wichtigen Punkt an: «Nur Personen, die aktiv sind, sollen mitbestimmen können.» Auch die neue Betriebsordnung wurde abgesegnet.

Stadträtin Dorena Raggenbass bezeichnete die Gründung des Trägervereins als «unendlich wichtig». Sie bekräftigte nochmals den Willen der Stadt Kreuzlingen, den Ausbau des Kulturzentrums voranzutreiben. Ob mit oder ohne Neubau werde sich zeigen. «Ihr als Trägerverein habt nun die wichtige Aufgabe, zu zeigen, was ihr wollt und was möglich ist.»

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.