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Grösser und effizienter – so zeigt sich das neue RAZ

Kreuzlingen – Das neue Entsorgungszentrum der TIT Imhof AG ist startklar. Ab Samstagmorgen, 8 Uhr, sind die Tore geöffnet. Die Anlage wird mit Solarenergie betrieben und ist komplett CO2-neutral.

Testen die neuen Einwurfluken: (V.l.) Thomas Imhof, Peter Steiner, Thomas Niederberger und Ernst Zülle. (Bild: Sandro Zoller)

«Wir haben das Entsorgungszentrum für die Menschen der Region gebaut. Durch Optimierungen können die Verweilzeit verkürzt und der Komfort vergrössert werden», sagt Thomas Imhof, Geschäftsführer TIT Imhof AG. Ab Samstagmorgen kann die Bevölkerung Flaschen, Karton und andere Abfälle an der Maurerstrasse 3 entsorgen. Direkt vor den Einwurflöchern befinden sich Parkplätze. «Grössere Mengen dürfen selbstverständlich auch in der Halle abgegeben und müssen nicht einzeln eingeworfen werden», stellt Martin Feldmann, Leiter Entsorgung Recycling bei der TIT Imhof AG, klar.

Neu ist es auf der Waage möglich direkt an einem Touchscreen bargeldlos zu bezahlen. Auch die Öffnungszeiten haben eine Anpassung erhalten. Das neue Regionale Annahmezentrum (RAZ) Kreuzlingen empfängt täglich 1.5 Stunden länger Personen als dessen Vorgänger an der Sonnenwiesenstrasse. Ganz abgeschaltet wird dieses noch nicht, sondern hat ab dem 22. August bis zu seiner Schliessung am 30. September nur noch werktags geöffnet.

Eine Chance für die Zukunft
Das Areal an der Maurerstrasse gehörte der Strabag, vormals Brunner Erben. «Die Stadt hat dessen Wegzug selbstverständlich bedauert. Dennoch sah sie in der nun freien Fläche von rund 13’000 Quadratmetern auch eine Chance für die Zukunft», sagt Stadtpräsident Thomas Niederberger. Als darauf die TIT Imhof ihren Standort nach Kreuzlingen verlegte, sahen der Verband Kehrichtverbrennungsanlage Thurgau (KVA TG) und die Stadt Kreuzlingen die Möglichkeit ein grösseres Entsorgungszentrum zu realisieren. «Das alte RAZ war an seine Grenzen gestossen, was man bis heute gerade an Samstagen sieht, wenn sich vor dem Eingang eine Autokolonne bildet», sagt Stadtrat, und Leiter des Departements Bau, Ernst Zülle. Mitte 2017 konnten die Kaufverträge unterschrieben werden. Das Grundstück ist unter den drei Parteien unterteilt. Das RAZ selbst steht auf dem Boden der KVA TG. Die Anlage ist aus recycelbarem Beton gebaut, CO2-neutral und mit Solarenergie betrieben. Der überschüssige Strom wird für die Fahrzeuge genutzt, die den Abtransport bewerkstelligen.

Auch beim Thema Personal gab es keine Härtefälle, erklärt Zülle: «Ein paar Verzögerungen spielten uns in dieser Sache in die Hände, denn nun geht ein Mitarbeiter in den verdienten Ruhestand. Ein weiterer Angestellter wurde bereits im alten RAZ von TIT Imhof ausgeliehen.» Lange wusste das Personal nicht, wie es weitergeht. Peter Steiner, Geschäftsleiter Verband KVA Thurgau, möchte dem Team ein Kränzchen winden: «Trotz den aktuellen Herausforderungen ist es immer frohen Mutes gewesen.»

Jeder kann etwas beisteuern 
Zülle ruft die Bevölkerung auf, nicht wegen jeder Flasche das Entsorgungszentrum aufzusuchen. Man könne sich etwa mit dem Nachbarn absprechen und so mithelfen Warteschlangen und ein Verkehrschaos zu verhindern. Zudem gäbe es weiterhin dezentrale Stellen bei Läden.

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