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Ein Generationenhaus in Kreuzlingen – wie gross ist die Chance?

Kreuzlingen – Der Projektverein Generationenhaus Kreuzlingen hat im Trösch zu einem Infoabend eingeladen. Grund dafür war die Ankündigung der Stadt Kreuzlingen, das Grundstück «Promenade West» zur Bebauung im Baurecht freizugeben.

Fabio Aliberti und Bernard Roth von air architekten zusammen mit Silvia Spaar, Co-Präsidentin GEK. (Bild: zvg)

Seit gut einem Jahr gibt es den Projektverein Generationenhaus Kreuzlingen (GEK). Seit Anbeginn stand die Suche nach einem geeigneten Grundstück im Zentrum der Bemühungen. Diesem Unterfangen war lange Zeit kein Erfolg beschieden. Ein Generationenhaus in Kreuzlingen – dafür stand kein Land zur Verfügung. Mit dem Entscheid der Stadt anfangs Juni, die Promenade West freizugeben, kam Bewegung in den Prozess. Der Verein war mit grosser Mehrheit dafür, sich für die Vergabe zu bewerben. Das Architekturbüro air architekten aus Kreuzlingen bekam kurzfristig den Auftrag, den Standort zu überprüfen. Die grosse Frage lautete: können die Bedürfnisse des GEK im vorgegebenen baurechtlichen Rahmen erfüllt werden?

Gross war darum am vergangenen Freitag für die Vereinsmitglieder sowie weitere Interessierte die Spannung, als die beiden Vertreter von air architekten, Bernard Roth und Fabio Aliberti, ihre ersten Resultate präsentierten. Die beiden gaben Antwort auf die Frage, ob das GEK überhaupt eine reelle Chance hat beim Wettbewerb um die Promenade West.

Die Überbauung des Grundstücks kann nur unter der Einhaltung des Gestaltungsplans geschehen. Die Architekten prüften, ob die vom GEK gewünschte Anzahl Wohnungen sowie die vorgesehenen Gewerberäume zu realisieren sind. Im Bebauungskonzept wurden auch die Konstruktionsweise, die Wahl der Baumaterialien, die Gestaltung der Fassaden und Ideen für ein ökologisches Landschaftskonzept vorgestellt.

Aufmerksam wurde den Ausführungen der Architekten zugehört, wurden die Pläne und Ansichten studiert. Die Ausgangslage war ja eine besondere; ausführliche Gespräche erfolgten infolge des knappen Zeitplans nur spärlich – die Architekten konnten nur darauf vertrauen, mit ihren Überlegungen den Geist des Generationenhauses zu treffen.

Die Erleichterung war gross, als nach der Präsentation die Ausführungen mit Applaus bedacht wurden und engagiert weiterdiskutiert wurde. Die Bilanz kann gezogen werden: die Architekten sind auf dem richtigen Weg. Sie haben die Idee des Generationenhauses vestanden. Bis Ende August wird das Architekturteam mit Hochdruck weiterarbeiten. Damit Ende Monat ein Projekt dasteht, mit dem das Generationenhaus eine gute Chance beim Wettbewerb der Stadt hat – und damit seinen Traum in Kreuzlingen verwirklichen kann.

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