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Ja zum neuen Kampfflugzeug – für unsere Sicherheit

Leserbrief – Urs Ehrbar aus Ermatingen ist der Ansicht, dass mit dem Kauf moderner Kampfflugzeuge auch nach aussen eine klare Botschaft versendet wird, dass die Schweiz in einer zunehmend instabilen und unberechenbarer werdenden Weltlage bereit ist, die Armee zeitgemäss auszurüsten.

Leserbrief

(Bild: Bruno /Germany/Pixabay)

Sicherheit ist ein wertvolles Gut! Sie ist die Voraussetzung für die Bewahrung unseres demokratischen Rechtsstaats, unseres freiheitlichen Lebensstils und unseres Wohlstandes.
Die Armee ist auf Stufe Bund das strategische Einsatzmittel, um einer Bedrohung unserer Sicherheit zu begegnen. Alle Teilbereiche der Armee, die Bodentruppen, die Luftwaffe, die Logistik und die Führungsunterstützung müssen materiell und ausbildungsmässig auf einem guten Stand sein, damit die Armee als Ganzes ihren Auftrag in den verschiedensten Bedrohungslagen erfüllen kann. Die FA- 18- Flotte hat gute Dienste geleistet und erreicht etwa im Jahr 2030 das Ende ihrer technischen Einsatzbereitschaft. Sie muss also ab diesem Zeitpunkt durch neue Kampfflugzeuge ersetzt werden, die modernen Anforderungen entsprechen. Nur so kann die Luftwaffe im Gesamtsystem Armee ihren Auftrag auch in Zukunft erfüllen. Weil das neue Kampfflugzeug gemäss Anforderungsprofil auch über eine Erdkampffähigkeit verfügen wird, ist künftig sogar die direkte Unterstützung der Bodentruppen wieder möglich.

Wir stimmen am 27. September nicht über einen ausserordentlichen Kredit ab. Sondern die 6 Milliarden Franken für die neuen Kampfflugzeuge werden, auf zehn Jahre verteilt, aus dem normalen jährlichen Militärbudget finanziert. Dadurch werden also weder die Ausgaben für Bildung, für Gesundheit oder für die Sozialwerke beeinträchtigt werden.

Mit dem Kauf moderner Kampfflugzeuge senden wir auch nach aussen die klare Botschaft, dass wir in einer zunehmend instabilen und unberechenbarer werdenden Weltlage bereit sind, unsere Armee zeitgemäss auszurüsten. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag dazu, dass unser Land auch künftig international als Hort der Sicherheit wahrgenommen wird.

Sagen wir daher am 27. September Ja zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge, und damit Ja zu einer sicheren, international respektierten Schweiz.

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One thought on “Ja zum neuen Kampfflugzeug – für unsere Sicherheit

  1. Diana Prince

    Die Ausdehnung der Schweiz von Norden nach Süden beträgt 220 km. Ein ziviles Passagierflugzeug legt diese Strecke in 15 Minuten zurück. Zwischen 6 und 22 Uhr gilt bei einem Alarmstart zwischen Alarmierung und Start eine vorgebene Zeit von 15 Minuten. An diesen Zahlen lässt sich leicht erkennen, dass die geplante Beschaffung absolut überdimensioniert ist. Gegen den phantasierten Angriff durch fremde Kampfflugzeuge wären die Luxusspielzeuge aufgrund des kleinen Luftraums wirkungslos.

    24 Milliarden auszugeben für die wenigen jährlichen Luftpolizeieinsätze erscheint bizarr. Meist handelt sich um Kleinflugzeuge die von der Flugroute abgekommen sind und vom Jet kurz kontaktiert werden. Ganz selten muss ein Flugzeug bei Problemen auch eskortiert werden. Im Jahr 2019 wurden gerade mal 18 solche Einsätze als „Hot Missions“ von den mit Infrarot Lenkwaffen ausgerüsteten 30 F/A-18 geflogen.

    Sagen wir entschlossen NEIN zum neuen Kriegsspielzeug für die Armee.

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