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Weniger Bauland dafür keine Deponie

Wäldi – Mit 113 Ja-Stimmen zu 39 Nein-Stimmen haben die Stimmberechtigten ihre Ortsplanrevision an der Gemeindeversammlung in Wäldi durchgewunken. Die Diskussion über die umstrittene Deponie Sandeggere blieb wegen den Raperswilern aus.

Links Wäldi und rechts Raperswilen. Auf beiden Seiten wäre der Aushub deponiert worden. Zusätzlich wäre rechts ein Amphibien-Weiher geplant gewesen. (Bilder: Andrea Vieira)

Ein Lipperswiler machte sich vergangenen Freitag an der Gemeindeversammlung sorgen, dass die Achterbahnen des Conny-Lands wild auf der Fläche neben dem Freizeitpark wuchern könnten. Doch Christoph Brugger, als einer der Verantwortlichen für die Revision der Ortsplanung, beruhigte: «Besteht ein wichtiges Bedürfnis, kann das Conny-Land ausbauen, aber darüber müsste zuerst abgestimmt werden.» Es sei im kantonalen Richtplan in Bearbeitung, es müssten noch rechtliche Fragen geklärt werden, so Brugger zu einer Wäldnerin. Ihr war nicht klar, wie es bei ihr in der Gegend mit der Einzonung sein wird, ob es nach der Revision noch ein Weiler ist oder eine Landwirtschaftszone.

Weniger Bauland

Der Gemeindepräsident Adrian König sagte zu den sinkenden Einwohnerzahlen: «Wo nicht gebaut wird, gibt es keine Zuzügler. » Die Bauzone wird trotzdem reduziert, zwar nur um 3000 Quadratmeter, dies entspricht einer Fläche von knapp einem Fussballfeld. Die von König angesprochene Änderung im Zonungsplan umfasst den Friedhof in Lipperswil, welcher neu der Bauzone zugewiesen wird. Ein bisher schwierig zu betreibendes Land in Sonterswil wird von der Dorfplanung entfernt. Dafür kommt der Lipperswiler Golfplatz zur Dorfzone dazu. Die, von den 156 anwesenden Stimmberechtigten, angenommene Ortsplanungsrevision gilt für die nächsten zehn bis 15 Jahre.

Das vorläufige Aus für die Deponie

Die ruhige Gemeindeversammlung hätte durch das Traktandum «Teilzonenplanänderung Deponie Sandeggere» aufgemischt werden können, doch die Raperswiler haben einen Tag zuvor, an ihrer Gemeindeversammlung, das Projekt mit 75 Nein- gegen 28 Ja-Stimmen in den Sand gesetzt. Daher musste das Projekt in Wäldi nicht mehr behandelt werden. Beide Gemeinden haben Mitspracherecht, weil die Deponie auf der Gemeindegrenze zwischen Helsighausen und Hattenhausen geplant war. «Es gibt keinen Plan B», sagt Herrmann Dähler von der Migev AG aus Fruthwilen. Der sichtlich angeschlagene Bauherr muss diesen Schlag erst einmal sacken lassen.

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