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Grenzüberschreitende Impulse für die MINT-Bildung

Kreuzlingen – Die Pädagogische Hochschule Thurgau und die Universität Konstanz stärken mit einer neuen Brückenprofessur die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern in den Naturwissenschaften. Prof. Dr. Johannes Huwer wird die Stelle am 1. Oktober 2020 antreten. Damit ist ein einzigartiges Modell der wissenschaftsbasierten Entwicklung der Didaktik für das Schulfeld in zwei Ländern gelungen.

Zu den Forschungsschwerpunkten zählen die Digitalisierung im Chemieunterricht, Nachhaltigkeitsbildung sowie Forschendes Experimentieren im Schülerlabor.  (Bild: archiv)

Der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) und der Universität Konstanz wird ab dem 1. Oktober 2020 die neue Brückenprofessur Fachdidaktik der Naturwissenschaften zur Verfügung stehen. Eine gemeinsame Berufungskommission beider Hochschulen hat die Professur, die sowohl an der PHTG in Kreuzlingen als auch an der Universität Konstanz angesiedelt ist, mit Prof. Dr. Johannes Huwer besetzt. Der ausgebildete Gymnasiallehrer, der bislang an der Pädagogischen Hochschule Weingarten (D) eine Professur für Chemie und ihre Didaktik innehatte, wird in Zukunft im Rahmen der Binational School of Education (BiSE) der Universität Konstanz grenzüberschreitend forschen und lehren.

Die neue Brückenprofessur Fachdidaktik in den Naturwissenschaften, die an der Universität Konstanz zum Fachbereich Chemie und an der PHTG zum Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft gehört, deckt schulorientierte Forschungsschwerpunkte in der Didaktik des Fachs Chemie ab und bietet fachdidaktische Lehrveranstaltungen im Rahmen der Lehramtsstudiengänge beider Institutionen an.

Weiterbildung auch für Lehrpersonen in der Region
Dort wird es insbesondere um die Entwicklung von Co-Teaching-Konzepten zwischen Fachdidaktiken und Fachwissenschaften sowie neue Lehr-/Lernformate im Rahmen eines experimentellen MINT-Unterrichtslabors, des Schülerlabors und eines neuen didaktischen Makerspace an der PHTG gehen. Unter einem Makerspace ist ein technisch ausgerüstetes Labor für Studierende zum selbstorganisierten Lernen zu verstehen. Vor allem im Bereich der Digitalisierung werden gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern und weiteren Partnern der BiSE Impulse in Forschung und Lehre der Fachdidaktik der Naturwissenschaften gesetzt.

Ausgezeichnete Stellenbesetzung
Zu den Forschungsschwerpunkten von Johannes Huwer zählen die Digitalisierung im Chemieunterricht, Nachhaltigkeitsbildung sowie Forschendes Experimentieren im Schülerlabor. Seine Erfahrung in der Leitung zweier Schülerlabore ist für die neue Professur von besonderer Bedeutung. Johannes Huwer wurde 2015 mit einer Dissertation zum Thema «Nachhaltigkeit und Chemie im Schülerlabor» promoviert. Für diese Arbeit wurde er mit dem Promotionspreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), Fachgruppe Nachhaltige Chemie, für die beste Dissertation der Jahre 2014/2015 ausgezeichnet. Nach seinem Referendariat in den Jahren 2015 und 2016 am Studienseminar in Mainz war er bis 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Nachwuchsgruppenleiter an der Universität des Saarlandes. 2019 wurde er auf die W3-Professur für Chemie und ihre Didaktik an der PH Weingarten berufen. Im Bereich der Digitalisierung war Johannes Huwer mehrmaliger Fellow des Kolleg Didaktik:digital und ist Mitglied der Arbeitsgruppe «Digitale Basiskompetenzen für das Lehramt in den Naturwissenschaften» der Joachim Herz Stiftung.

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