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Kreuzlingen etwas zurückgeben

Kreuzlingen – Die drei Kandidierenden für einen Sitz in der Kreuzlinger Primarschulbehörde kreuzten im Singsaal des Pestalozzischulhauses ihre Klingen. Alle drei sehen Engagement, Mitarbeit und Mitgestalten als Beweggrund für die Kandidatur.

Patrick Eich (l.) stellte die Fragen an Mechthild Täschler, Martin Lorenz und Andreas Schreiber. (Bild: Kurt Peter)

Mit dem Rücktritt von Hans-Jürg Klein aus der Primarschulbehörde wird ein Sitz frei. Drei Kandidierende stellen sich zur Verfügung: Martin Lorenz von der Freien Liste, Andreas Schreiber, FDP, und Mechthild Täschler, parteilos. Im Singsaal des Pestalozzischulhauses stellten sich die drei den Fragen des Podiumsleiters Patrick Eich. Der zunächst nach den Beweggründen zur Kandidatur fragte.

«Ich bin ein Kreuzlinger Bub und will für diese Stadt etwas beitragen», sagte Andreas Schreiber. Auch Martin Lorenz will: «in die Behörde, um der Stadt etwas zurückzugeben, die strategische Ebene fasziniert mich.» Mechthild Täschler sieht sich als Mutter in der Pflicht, «nicht nur mitzureden, sondern auch etwas zu tun.»

Soviel Zeit muss sein
Auf die Frage, welchem Hintergrund sie in die Behörde einbringen könne, sagte Täschler: «Ich bin Betriebswirtin, habe grosse Berufserfahrung und ich möchte die positiven Aspekte aus dem deutschen Schulsystem auch in Kreuzlingen einbringen». Für ihn sei die strategische Beschaffung Beruf, sagte Martin Lorenz. «Es gibt Dutzende Projekte, die vorgelegt werden müssen, auf neue Themen eingehen ist mir daher bekannt.» Er habe die Druckerei auf neue Medien umgestellt, seit 20 Jahren sei er als Betreuer im Sport tätig, meinte Andreas Schreiber. «In der Schule gibt es viele Themen, die schnell aufzuarbeiten sind.»

Wie viel Zeit denn für die Behörde zur Verfügung stehe, wollte Patrick Eich wissen. Sie habe ein 80 Prozent-Pensum, erklärte Mechthild Täschler, könne daher mit 20 Prozent der Schule zur Verfügung stehen. Er sei flexibel, so Lorenz, weil er sich im Moment die Arbeit selber einteilen könne. «Je nach Kommission variiert der Aufwand in der Behörde.» Auch Schreiber «kann sich die Arbeitszeiten im Betrieb selber einteilen, ich kann aber auch andere Aufgaben verlagern, um Zeit für die Schule zu haben.»

Beliebte Baukommission
Welche Rolle die Parteizugehörigkeit spiele, wollte der Moderator anschliessend wissen. «Meine FDP-Mitgliedschaft kommt aus meiner liberalen Haltung, wenn ich dabei bin, dann aktiv, dann will ich mich vernetzen und einbringen», sagte Schreiber. Die Freie Liste sei keine Partei sondern eine Gruppe von Freigeistern, sagte Lorenz.

«Dass es kein Parteikorsett gibt schätze ich sehr.» Sie fühle sich ihrem Gewissen verpflichtet, erklärte die parteilose Täschler. «Alle Parteien haben Vorgaben, auch die Freie Liste», entgegnete sie. Sie sei gut vernetzt und wolle sich auch für die Nicht-Stimmberechtigten einsetzen. Der von der Freien Liste vorgeschlagenen Einheitsgemeinde konnten alle drei Kandidierenden wenig Sympathie abgewinnen.

Wenn er gewählt werde, so Schreiber, hätte er Interesse an der Baukommission, erklärte er auf die Frage. «Es braucht Querdenker, die nicht vom Fach kommen.» Sie hätte gerne Einsitz in der Betriebskommission «Schule mit Tagesstruktur», weil sie hier ihre Erfahrungen einbringen könne, sagte Mechthild Täschler. Auch Lorenz würde die Baukommission favorisieren: «Ich habe meine Lehre im Grundbuchamt gemacht, kenne mich im Bereich der Liegenschaften bestens aus».

Kurt Peter

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