/// Rubrik: Stadtleben | Topaktuell

Einweihung «Findling schwebend!» am Schrofen

Kreuzlingen – Die Kunstkommission Kreuzlingen setzt erneut ein künstlerisches Zeichen mit einer weiteren Skulptur im öffentlichen Raum. Als Siegerprojekt wurde «Findling schwebend!» von den Künstlerinnen Kerstin Kubalek und Eva Pisana durch eine Fachjury ausgewählt. Die Skulptur am Schrofen in Kurzrickenbach wird der Öffentlichkeit an-lässlich der Einweihung am Donnerstag, 24. September, 18 Uhr, übergeben.

Die Skulptur am Schrofen in Kurzrickenbach wird der Öffentlichkeit anlässlich der Einweihung am Donnerstag, 24. September, 18 Uhr übergeben. (Bild: zvg)

Kerstin Kubalek und Eva Pisana haben mit dem Kunstprojekt «Findling schwebend!» den fünften Wettbewerb der Reihe «Entdeckung des Stadtraums» der Kunstkommission Kreuzlingen gewonnen. Am Donnerstag, 24. September 2020 um 18.00 Uhr, wird die Skulptur mit einer kleinen Feier eingeweiht.

Klemenz Somm, der Eigentümer des Schrofens, freut sich über die Kunst auf seinem Landstück, das er der Stadt für das Kunstwerk zur Verfügung stellt. Vor dem Apéro, zu dem alle Gäste herzlich eingeladen sind, wird der «Findling schwebend!» durch die Kunstkommission vorgestellt. Mit diesem feierlichen Akt wird die Skulptur in die Sammlung der Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Kreuzlingen aufgenommen. Der Schrofentobelweg in Kurzrickenbach lädt mit seinem Blick über den Bodensee unter der alten Eiche zum Verweilen ein. Das alte Schlosstor und nun auch der «Findling» erinnern an die Geschichte des Schrofens und seine Vorbesitzer: «Hier stand in alten Zeiten ein Schloss so stolz und heer, weit glänzt es über die Lande bis an den blauen See».

Skulptur als Teil der Natur
Die Skulptur «Findling schwebend!» nimmt Bezug auf die besondere geologische Be-schaffenheit und die Geschichte des Schrofens. Der lichtgraue Findling aus Beton könnte ein durch den Gletscher herangetragener und vom Wasser geschliffener Felsbrocken sein. Dem scheinbar schwerelosen Felsen haftet etwas Surreales, Zeitloses an. Das aus Bronze gegossene Tuch liegt wie zufällig darauf. Jahrhunderte lang diente die Quelle östlich des Schrofentobels als Heilbad. Das wertvolle Material könnte aber auch Hin-weise auf das frühere an dieser Stelle stehende Schloss und seine edlen Besitzer sein. Dem Spaziergänger erscheint das Kunstobjekt auf den ersten Blick wie ein Teil der Natur. Der Findling wirkt als Skulptur und Sitzmöbel zugleich. Es betont diesen besonderen Ort und erinnert an dessen Geschichte.

Share Button

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.