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Investitionen in bestes Trinkwasser

Kreuzlingen – Das Kreuzlinger Seewasserwerk ist in die Jahre gekommen und es stehen diverse Sanierungen der Werkleitungen und der Anlagen an. 2040 ist ein neues Werk fällig, für die Vorfinanzierung wurde ein Fonds geschaffen.

Stadtrat Thomas Beringer (links) und Brunnenmeister Enzo Braico im Rohrkeller des Wasserwerks. (Bild: Kurt Peter)

Das Kreuzlinger Wasserwerk wurde 1977 in Betrieb genommen und 1979 vom damals gegründeten Zweckverband Wasserversorgung Region Kreuzlingen (WRK) übernommen. Der Zweckverband liefert Trinkwasser in 13 Gemeinden und hat den Wasserpreis in Hinsicht auf die fälligen Sanierungen von 0,56 auf 1 Franken pro Kubikmeter per 1. Januar 2021 erhöht. «Gleichzeitig wurde ein Fonds zugunsten einer Vorfinanzierung des neuen Seewasserwerks geschaffen», erklärt der zuständige Stadtrat und Präsident des Zweckverbandes, Thomas Beringer. Die Entnahme aus dem Fonds sei in einem Reglement geregelt. «Der Fonds selbst wird mit einem Gebührenanteil von 0,40 Franken pro Kubikmeter Wasser gespeist.»

30 Millionen für neues Wasserwerk
«Für den Bau des neuen Seewasserwerks will der Zweckverband nicht alles fremdfinanzieren», begründet Beringer die Bildung des Fonds. Auf das Jahr 2040 sei ein Neubau terminiert, er erwarte, dass der Fonds bis zu diesem Zeitpunkt mit rund 30,8 Millionen Franken ausgestattet sei.

«Die Investitionen für den Neubau werden auf 30 Millionen Franken geschätzt». Der Fonds diene nicht nur den Investitionen in das Seewasserwerk sondern auch für die Finanzierung von grossen Leitungsbauprojekten. Gebaut werden soll das Wasserwerk in unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Anlage: «sollte das aus irgendeinem Grund nicht klappen, gibt es in Kreuzlingen nur noch die Möglichkeit, einen Neubau im Gebiet Chalchthoren zu realisieren.»

Bis zum Neubau stehen im Wasserwerk einige Investitionen an, die den Betriebserhalt bis zur Stilllegung sicherstellen sollen. So könne im Herbst bereits mit der Erneuerung der Entfeuchtungs-, Lüftungs- und Heizungsanlage begonnen werden, erklärt Beringer. Laufend würden die Pumpen revidiert, ein ebenso laufender Prozess sei der Ersatz der Motoren auf den Pumpen. Hier ergebe sich auch eine Effizienzsteigerung. Viel investiert werde in den Leitungsbau, bereits dieses Jahr seien einige Teilstücke in Arbeit.

Muscheln machen Sorgen
In Tägerwilen wurden Leitungen des Zweckverbandes in den Teilstücken Poststrasse sowie Schützenstrasse gebaut, ebenso in Kreuzlingen die Querung der Remisbergstrasse. Vom Stufenpumpwerk Lindenbild in Kreuzlingen werde die Wasserleitung nach Wäldi etappenweise saniert, sagt Beringer. In Lengwil gebe es den Leitungsbau an der Kreuzlingerstrasse. Abgerechnet werden könne das Teilstück Sonterswil. Für 2020 seien Nettoinvestitionen in der Höhe von 3,7 Millionen Franken vorgesehen, der Mitteleinsatz im Jahr 2021 werde mit 4,3 Millionen sehr hoch eingeplant.

Der Befall der Trinkwasserfassungen mit den Quaggamuscheln sei auch in Kreuzlingen ein Problem, bestätigt Beringer. Im Zusammenhang mit dem Neubau des Werks werde eine zusätzliche Trinkwasserfassung gebaut: «aber die bestehende wollen wir in Betrieb halten, das ist wichtig im Zusammenhang mit der Reinigung wegen des Muschelbefalls und wir haben die Möglichkeit zum Switchen.»

Kurt Peter

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