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OJA erhält neuen Präsidenten

Kreuzlingen – Die Offene Jugendarbeit Kreuzlingen blieb auch während der Pandemie eine wichtige Anlaufstelle für den Nachwuchs. Der neue Präsident Roland Werner bringt derweil einen frischen Blick von aussen in den Verein.

Roland Werner übernimmt den Vereinsposten als OJA-Präsident von Linda Bühler. (Bild: Emil Keller)

Kochen rund um die Welt, eigene T-Shirts gestalten, Geocaching die GPS-Schnitzeljagd oder ein Ausflug in die Kreuzlinger Kletterhalle – das Team der Offenen Jugendarbeit (OJA) Kreuzlingen hatte sich 2019 einiges einfallen lassen für den hiesigen Nachwuchs. An der Generalversammlung (GV) des Vereins wurden diese Aktivitäten noch einmal Revue passiert. Mit reichlich Verspätung, denn normalerweise findet die GV bereits im Frühjahr statt. Doch aufgrund der Pandemie musste die Versammlung verschoben werden. Etwas Gutes konnte Vize-Präsidentin Gisela Theus deshalb aus dem Lockdown herausziehen: Linda Bühler blieb dem Verein dadurch noch ein weiteres halbes Jahr als Präsidentin erhalten.

Denn Bühler gab am vergangenen Dienstagabend nach sechs Jahren ihren Rücktritt als Präsidentin bekannt. Insgesamt war sie zwölf Jahre im Vorstand der OJA tätig. «Angefangen habe ich als Praktikantin während meiner Studienzeit», erinnerte sich die Sozialpädagogin zurück. Der Abgang sei ihr nicht leichtgefallen, aber für sie zum richtigen Zeitpunkt gewählt. Als Nachfolger stellte sich der Tägerwiler Roland Werner zur Wahl. Der 65-Jährige suchte für seine Rente eine neue Herausforderung und fand diese im Posten als Präsident der OJA. Eine Arbeit, die ihm die Mitglieder einstimmig zutrauten. Abgesehen von seinen eigenen vier Kindern ist die Jugendförderung für den ehemaligen Landwirt totales Neuland. «Ich entschuldige mich jetzt schon, falls ich ab und zu mal eine komische Frage stelle», warnte er den Vorstand vor. Er sei sich jedoch sicher, dass es zu einer guten Zusammenarbeit kommt und dass ein Blick von aussen manchmal auch guttut.

Auch Aktuarin und Schulhausvertreterin Florentina Krrakaj gab ihren Rücktritt bekannt. Für sie folgt Claudia Leuthold, welche ebenfalls Lehrerin an der Sekundarschule Egelsee ist. Sie bildet ab nun den direkten Draht zwischen Jugendarbeit und den drei Kreuzlinger Oberstufenschulhäusern.

Dass Jugendliche auch abseits von der Schule Redebedarf haben, zeigte nicht zuletzt der Corona-Lockdown. Obwohl das Jugendhaus zwischen März und Mai schliessen musste, waren die Jugendarbeiter nicht untätig. Sie waren draussen auf der Strasse unterwegs und suchten das Gespräch mit der Jugend oder gingen mit einem Internetradio auf Sendung. «Nicht für alle war das Homeschooling eine entspannte Erfahrung. Da war es gut, dass sie bei uns mal Dampf ablassen konnten», erklärte OJA-Leiter Bastian Ehrmann.

Finanziell steht die OJA dank reichlich Unterstützung aus der öffentlichen Hand gut da. Einzige Auffälligkeit im Budget ist ein Betrag über 25000 Franken, welcher bereits 2019 zurückgestellt wurde. «Dieser ist für eine Zusammenarbeit mit der Ostschweizer Fachhochschule eingeplant», erklärte Kassier Urs Siegfried. Aufgrund der Pandemie musste diese Arbeitsgruppe jedoch erst einmal auf Eis gelegt werden. Nächstes Jahr soll das Projekt erarbeiten, wie die Kreuzlinger OJA aufgestellt ist und in welche Richtung die Jugendarbeit heranwachsen soll.

Emil Keller

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