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Wegweisendes Heimspiel

Handball – Will der HSC Kreuzlingen den Anschluss an die Spitzengruppe wahren, ist heute Samstag, 18 Uhr, ein Heimsieg gegen Möhlin (9.) am 7. NLB-Spieltag gefordert.

Die erste Mannschaft. (Bild: Michi Mahrer)

6:0 Punkte aus den ersten drei Heimspielen: Die NLB-Männer des HSC Kreuzlingen sind in der heimischen Egelseehalle eine Macht. Das soll auch gegen den TV Möhlin so bleiben! Die Gäste aus der 10’000-Einwohner-Gemeinde, die bereits zur Agglomeration von Basel gehört, konnten in der Saisonstartphase nicht immer überzeugen – vor allem gegen Teams aus der oberen Ranglistenhälfte. 6:6 Punkte sind die bisherige Ausbeute. Zuletzt gab es für Aargauer jedoch gleich zwei (Pflicht-)Siege hintereinander. Zuerst gewann das Team von Trainer Samir Sarac bei den SG Yellow/Pfadi Espoirs (Tabellen-11.) mit 31:26 und dann zu Hause gegen die SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen (13.) mit 26:23. Es waren keine Galaauftritte, aber wichtige Schritte in die richtige Richtung. Topscorer des TV Möhlin ist Sebastian Kaiser im mittleren Rückraum mit 34 NLB-Saisontoren, gefolgt von Manuel Csebits mit 25 und Mischa Wirthlin mit 20. Die Aargauer erhalten an diesem Samstag die Chance, mit einem Auswärtssieg punktemässig mit dem Gegner gleichzuziehen.

Gleiche Ausgangslage wie vor dem letzten Heimspiel
Nach zuerst drei Siegen gab es für das Team von HSC-Cheftrainer Werner Bösch zuletzt ein resultatmässiges Auf und Ab. Auf den beeindruckenden 27:25-Heimsieg über den aktuellen Leader SG Wädenswil/Horgen folgte das bittere, weil unnötige 28:29 im Spitzenkampf in Gossau. Auf diese Niederlage reagierten die Kreuzlinger sogleich mit einem hart erkämpften 30:29-Heimsieg über den BSV Stans, um dann beim 32:33 in Stäfa am letzten Samstag einen erneut alles andere denn zwingenden Rückschlag hinnehmen zu müssen. Grundsätzlich ist dies allerdings Jammern auf ziemlich hohem Niveau: Beide bisherigen HSC-Bezwinger werden dem Kreis der Anwärter auf eines der beiden Playoff-Tickets zugerechnet. Und schliesslich empfängt der HSC beide Topteams in der Rückraum noch in der «Festung Egelsee».

Die Egelseehalle soll auch für Möhlin ein Pflaster bleiben, auf dem es nichts zu holen gibt. Man darf gespannt sein, zu welcher Reaktion die Kreuzlinger Mannschaft dieses Mal fähig sein wird. Als Gastgeber und Tabellenfünfter schnüren die Thurgauer ihre Schuhe sicher in der Favoritenrolle. Diese Reputation müssen sie gegen einen zweifelsfrei nicht einfach zu bespielenden Gegner dann allerdings auch erst einmal unter Beweis stellen. Die Basis zum vierten Heimsieg in Folge muss der HSC dabei in der Abwehr schaffen, denn über offensive Qualitäten verfügt er mit abschlussstarken Leuten wie dem formstarken Valon Dedaj (44 Tore), Attila Kun (21) und Fabian Schneider (20) sicher ausreichend. Gefordert ist eine Defensive, die so entschlossen zupackt wie in den letzten 20 Minuten gegen Stäfa. Hätte sie das im gleichen Stil auch in den ersten 40 Minuten getan, wäre der HSC ganz sicher nicht mit leeren Händen vom Zürichsee nach Hause gefahren.

Spiele der Wahrheit
Für den HSC Kreuzlingen (8 Punkte) geht es im Heimspiel auch darum, den Anschluss an das Spitzentrio mit der SG Wädenswil/Horgen, dem TSV Fortitudo Gossau (je 10 Punkte) und die SG TV Solothurn (9) nicht zu verlieren. Es folgen weitere wegweisende Partien in Baden (24.10.), in Biel (14.11.), zu Hause gegen Chênois Genf (21.11./18 Uhr) und in Birsfelden (29.11.). In all diesen Begegnungen bis Ende November besitzt der HSC die Chance, sich im oberen Tabellendrittel festzuspielen und sich so früh aus den hinteren, abstiegsbedrohten Regionen rauszuhalten. Eines müssen sich die Kreuzlinger auf diesem Weg bewusst sein: Nur mit spielerischen Mitteln – und an diesen mangelt es dem HSC kaum – ist in der NLB kein Blumentopf zu gewinnen! Es gehört insbesondere auch eine grosse Portion Kampfkraft und Willen dazu.

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