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Ortsplanungsrevision – Seezelg am Seeufer

Leserbrief – Daniela Traub aus Kreuzlingen, machte sich ein paar Überlegungen zu den vorgesehenen Fussballfeldern im Seezelg.

Leserbrief

(Bild: Bruno /Germany/Pixabay)

Eine Ortsplanungsrevision bietet die Möglichkeit zeitgerecht auf neue Entwicklungen zu reagieren. Der schöne Spazierweg entlang des Seeufers vom Hafen Kreuzlingen bis Bottighofen ist wohl vielen Einheimischen und Touristen bekannt. Gemäss Vorschlag des Stadtrates/ Gestaltungsplanes sind direkt anschliessend an das Schwimmbad Hörnli auf dieser letzten noch unverbauten Grünzone am See vier Fussballfelder vorgesehen, zwei davon grossflächig mit Zuschauertribühnen.

Auch wenn es vor vielen Jahren sinnvoll erschien im Seezelg Fussballfelder vorzusehen, so ist dies zum heutigen Zeitpunkt, und vor allen auch zukunftsgerichtet, unrealisierbar geworden. Neben einem dicht besiedelten Wohngebiet durch Lärm-und Lichtemissionen, aber vor allem auch die Finanzierbarkeit (in der Grössenordnung von sechs bis neun Millionen) würde mit grösster Wahrscheinlichkeit vom Stimmbürger auch in Zukunft nicht gutgeheissen werden.
Gemäss Kreuzlinger Zeitung vom 28. August wird Im Döbeli zur Zeit der dritte Fussballplatz realisiert, was erfreulich und wichtig ist für die Juniorenmannschaften.

Wurden mit umliegenden Gemeinden in dieser Angelegenheit bereits Gespräche geführt zwecks allfälligen Kooperationen, falls die Nachfrage nach weiteren Fussballfelder steigen wird?
Neue Fussballfelder verursachen immens hohe Kosten. Angesichts der zu erwartenden rückläufigen Steuereinnahmen als Spuren der Pandemie wären Koordinationen mit umliegenden Gemeinden aus oben genannten Gründen sicher erstrebenswert. Gerade eine Ortsplanungsrevision bietet die Gelegenheit zum Umdenken.

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One thought on “Ortsplanungsrevision – Seezelg am Seeufer

  1. Bruno Neidhart

    Ich weiss nicht, Daniela Traub, welche Sportart sie preferieren. Sollte es tatsächlich u.a. auch „Fussball“ sein, so sind sie vielleicht sogar mit der Komplexität etwas vertraut, die seit Langem die Weitergestaltung der „Heimatanlage“ des FC Kreuzlingen 1905 bestimmt.

    Bekanntlich hat der Club derzeit auf Klein Venedig nur eine „Planungssicherheit“ von 15 bis 20 Jahren. Ausgerufen von der Stadt. Wie sie selbst schreiben, Frau Traub, besteht die Idee, Seezelg auch dem Fussball zu öffnen (gibt dazu übriges sehr alte Pläne). Andere Sportarten sind dort schon lange vertreten! Die Krux ist, dass sich die Stadt noch immer nicht durchringen konnte, ob allenfalls Klein Venedig als „ziemlich endgültige FCK-Fussballheimat“ zu definieren ist und die ursprüngliche, ziemlich feste Idee Seezelg damit endgültig verworfen wird. Es besteht diesbezüglich ein Vakuum. Die Stadt war dabei schon sehr nahe daran, Seezelg vorzuziehen – 2001 mit einer gigantischen Tribüne markiert! Die Stadt zog sich mangels Entschlussfreudigkeit jedoch wieder in eine „Planungs-Unsicherheit“ zurück. Daher werden u.a. auf Klein Venedig weitere Provisorien geboren. Das ist die Lage.

    Es existiert tatsächlich ein neuester Lageplan Seezelg mit Fussballplätzen – ok! Nur ist der dafür vorgesehene Raum, Frau Traub, neben Tennis (grosser Hallenbau vorgesehen) und Reka-Ferienanlage (geplant mit grösseren, seeparallel entstehenden Bauten) derart geschrumpft, dass dort nach heutigem Massstab mindestens keine sportstadtgerechte Fussballanlage mehr entstehen könnte, soweit diese ein vorzeigbares Hauptspielfeld mit betreffen sollte.

    Übrigens: Dass man neben einem Fussballfeld nicht mehr spazieren könnte, entzieht sich grundsätzlich meiner Erfahrung! Und die Spekulation, dass eine schöne Anlage, die ja auch der Stadt für Veranstaltungen zur Verfügung stehen sollte, nicht bewilligt würde, reimt sich mindestens wenig mit anderen Gemeinden, die derzeit ebenso Sport als Zukunftsfaktor gestalten und ordentliche Summen dafür bereitzustellen gewillt sind – oder mindestens so planen (etwa Chur, Gossau…..bis zum kleinen Au-Berneck!).

    Fussball Kreuzlingen ist wohl die mitgliederintensivste Sportart der Stadt. Besonders im Jugendbereich. Dass übergeordnet von Aktiven noch repräsentativ auf einem gewissen Nineau gespielt wird, wirkt mit Sicherheit animierend für die Jugendlichen. Die pädagogische Aufgabe, die sich einem Club stellt, ist bekanntlich umfänglich. Kreuzlingen, die Gesellschaft, sollte sich das immer wieder bewusst machen!

    Nur eben: Alles ist in der Schwebe. Niemand hat einen Rat, wie es weitergehen könnte. Nach den „Planungssicherheits-Jahren“ muss womöglich wieder ganz neu geplant werden. Mit Planungen scheint die Stadt tatsächlich so ihre Schwierigkeiten zu haben (Interessantes zum Thema: Blog „Hafetschutter“ im Internet).

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