/// Rubrik: Stadtleben

Budget: 900’000 Franken Gewinn

Kreuzlingen – Die Technischen Betriebe der Stadt Kreuzlingen sehen einen Ertragsüberschuss von 897 000 Franken vor. Im Budget tragen, ausser den Zentrale Diensten, alle Sparten zum Erfolg bei.

Die TBK sehen einen Überschuss von 897 000 Franken vor. (Bild: rawpixel/Pixabay)

Stadtrat Thomas Beringer, Direktor Guido Gross und Susanne Bergsteiner, kaufmännische Leiterin präsentierten anlässlich der gestrigen Medienkonferenz ein Budget 2021 der Technischen Betriebe Kreuzlngen, welches einen erfreulichen Ertragüberschuss von fast 900’000 Franken vorsieht. «Diese erfreuliche Ergebnis ist das Resultat der meisten Sparten», erklärte Beringer. Über das Budget wird der Gemeinderat am kommenden Donnerstag befinden.

Steigender Absatz beim Strom
Die Sparte Elektrizität trägt mit einem Gewinn von 96’000 Franken den geringsten Anteil am positiven Ergebnis. «Das Ergebnis berücksichtig die gleichbleibenden Strompreise», erklärt Susanne Bergsteiner. Die Energie für das Jahr 2021 sei zum grössten Teil bereits am Markt beschafft worden. Wohl seien die Preise für Energie über den Beschaffungszeitraum leicht gestiegen, doch die Herkunftsnachweise seien deutlich günstiger geworden. Der steigende Absatz sei dafür verantwortlich, dass die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahresplan leicht stiegen.

Die Sparte Elektrizität investiert laut Budget im kommenden Jahr 10,3 Millionen Franken in die Infrastruktur, der Neukreditbedarf beträgt 4,1 Millionen. Für den Bau von Trafostationen wird ein Rahmenkredit von vier Millionen Franken beantragt. Für den Bereich Leitungsnetz sind 2,3 Millionen Franken Mitteleinsatz vorgesehen, 100’000 davon für die Fortsetzung der Smart Meter Einführung. Das Leitungsnetz selbst wird für zwei Millionen erneuert und ausgebaut.

Günstiger Eurokurs
Laut Budget 2021 soll die Sparte Gas der Technischen Betriebe Kreuzlingen einen Ergebnisbeitrag von 610’000 Franken an den Erfolg beisteuern. Die geplante Absatzmenge von 223,5 Gigawattstunden ist ähnlich wie im Vorjahr. Die Gasbeschaffung 2021 ist zum grössten Teil bereits erfolgt, die Marktpreise sind etwas tiefer. Der Euro wird dabei ebenso günstiger erwartet wie im vergangenen Jahr. Die Kosten der Netznutzung, berechnet auf der Basis der Kostenrechnung des Jahres 2019, steigen demgegenüber. Der betriebliche Aufwand der Sparte liegt mit 2,3 Millionen Frankenunter dem Vorjahresplan. Der Erneuerungsfonds erhält per Saldo eine Zuweisung von 0,7 Millionen Franken.

Die Sparte Gas benötigt einen Neukredit in Höhe von 1,2 Millionen Franken für die Anschaffung von Zählern mit Datenübertragung. Der Mitteleinsatz soll im Wesentlichen für das Leitungsnetz, 800’000 Franken und Zähler mit Datenübetragung, 200’000 Franken, erfolgen.

Wasser wird teurer
«Die Kreuzlinger Wasserversogung zeigt höhere Kostenbasis bei Beschaffung, Abschreibung und Erneuerungsfonds bei unzureichende Selbstfinanzierung», erklärte Susanne Bergsteiner. Der Anteil am Ertragsüberschuss beträgt laut Budget 143 000 Franken, wobei die Absatzmenge gleich geplant ist wie im Vorjahr. Der Beschaffungsaufwand wird deutlich über dem Budget 2020 liegen, weil der Zweckverband Wasserversorgung Region Kreuzlingen den Abgabepreis auf den 1. Januar 2021 erhöht.

Die Sparte Wasser plant im kommenden Jahr Investitionen von 3,079 Millionen Franken. Ein Neukredit von 300 000 Franken wird für die Sanierung des Innenraums bestehende Reservoirs beantragt. Eine Million wird in die Sanierung des Reservoirs Mösli investiert, 1,4 Millionen ins Leitungsnetz und 200’000 Franken für Zähler mit Datenübertragung.

Planungskredit im Gemeinderat
Im Bereich Dienstleistungen sinken die Umsatzerlöse laut Budget leicht. Die Contarcting Projekte Wärmezentral Campus und die Tägerwiler KEV-Photovoltaikanlage tragen zu den Erlösen etwa 24 Prozent bei. Alle anfallenden Aufwendungen sind gedeckt. Der Personalaufwand in der laufenden Rechnung des Gesamtunternehmens beträgt 5,126 Millionen Franken und liegt damit um 6,2 Prozent tiefer. Der Personalbedarf ist unverändert. «Die Mitarbeitersuche im Netzbau ist weiterhin schwierig» meinte Direktor Guido Gross.

«Im kommenden Jahr werden wir dem Gemeinderat die Botschaft für einen Planungskredit vorlegen», sagte Thomas Beringer vorausblickend. Dabei gehe es um ein grosses Projekt, welches einen neuen Werkhof, Lagerhalle sowie Verwaltungsgebäude für die Technischen Betriebe Kreuzlingen beinhalte.

Kurt Peter

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