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Kommentar zur Gemeinderatssitzung vom 13. November

Leserbrief – Ernst Bucher aus Kreuzlingen möchte aus der Sicht eines neutralen Stimmbürgers mit einem Kommentar den Text zur Gemeinderatssitzung vom 13. November ergänzen.

Leserbrief

(Bild: StartupStockPhotos/Pixabay)

Der Bericht in der KZ Nr46 vom 13. November, S3 über die GR Sitzung erfordert einen Kommentar seitens eines neutralen Stimmbürgers. Da werden die Initianten für eine freie Festwiese für ein Schlammassel verantwortlich gemacht, das eigentlich die Fehlplaner von Anbeginn selbst verursacht haben, mit ihren Tricksereien und systematischer Verweigerung jeglicher Diskussion einer Erweiterung vor Ort Richtung Marktstrasse. Da wurden auf hinterhältige Art Fakten gesetzt, mit denen eine hauchdünne Mehrheit von 5 Stimmen erstritten wurde, für diese kapitale , sündenteure Fehlplanung mit maximaler Kulturlandverschwendung und weiterer Deaktivierung des Boulevard, genau das Gegenteil, was Netzle seinerzeit bei seiner Bewerbung um das Amt des Stadtpräsidenten verkündete. Der Trumpismus scheint auch hier Erfolge zu feiern und hat in beiden Räten offenbar gelehrige Schüler gefunden, indem man die anderen für begangene Sünden verantwortlich macht. Diese Initianten verdienen Lob und Anerkennung für ihren Einsatz, Transparenz und Demokratie wieder glaubwürdig gemacht zu haben, statt Tadel. Ich verstehe überhaupt nicht ,weshalb die Situation so kompliziert sein soll. Die beiden Räte hätten unverzüglich nach Anerkennung der Initiative zügig zu einer Abstimmung schreiten können: 1) Ja oder Nein zum jetzigen Plan, nachdem alle Fakten nun bekannt wurden, mit dem Junktim 2) Bei einem Nein zu 1 ): Auftrag zur Erweiterung am jetzigen Standort, wo mit Aufstockung und Anbau mindestens ebenso schnell und ebenso viel Platz entstünde. Diese Lösung wäre mit Sicherheit kostengünstiger und würde die Million einer Neuplanung mehr als auffangen. Sollten sich 1)und 2) unerwartet widersprechen, könnte man vorsehen ,dasjenige Resultat für gültig zu erklären mit dem grösseren Stimmenmehr. Aber statt zügig zu handeln , beharrt der Stadtrat weiterhin auf seiner Zwängerei und seiner bedrückenden Uneinsichtigkeit in sein fehlerhaftes Verhalten. Eine Quittung dafür wäre an der Abstimmung von uns Steuerzahlern weit mehr als überfällig.

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3 thoughts on “Kommentar zur Gemeinderatssitzung vom 13. November

  1. Bruno Neidhart

    Ob ihr „Junktim“, Herr Ernst Bucher, in dieser Angelegenheit kommunalpolitisch möglich wäre, entzieht sich meiner Kenntnis. Um den entstandenen Wirrwarr endlich zu entflechten, käme im Moment wohl nur eine Befürwortung der Initiative infrage. Alle anderen Fragen, die sich aufgrund der aufzuarbeitenden vielen Ungereimheiten stellen, wären dann nachrangig. Andererseits: Eine weitere Bearbeitung des stadt- und gemeinderätlichen Projekt, das – wie Sie schreiben, Herr Ernst Bucher, mit „hauchdünner Mehrheit erstritten wurde“, wäre bei einer Ablehnung der Initiative schwer vorstellbar, da dieses Projekt de facto momentan gar nicht mehr existiert (Verwaltungsgerichtsentscheid). Es müsste also eine neue Planung aufgelegt werden, über die dann wiederum abzustimmen wäre. Hier zeigt sich die ganze Tragik, indem man über etwas abstimmen lässt an einem Ort, der im Endeffekt geradezu einlädt, mit vielen Konfliken behaftet zu sein. Und auch eine weitere Abstimmung über ein geändertes Projekt an gleicher Stelle dürfte – bei Annahme – einem ähnlichen Schicksal nicht entgehen. Insofern, Herr Bucher, scheint tatsächlich der einzig erfolgreiche Weg der zu sein, die Gedanken gezielt dorthin zu konzentrieren, wo das Stadthaus bereits steht: In der Stadtmitte. Wäre klug! Hier würde sich zeigen, ob sich die Stadt durch ein echtes lebendiges Zentrum weiterentwickeln kann. Das Kreuzlinger Zentrum braucht dringend „Weckrufe“ aller Art. Das erweiterte Stadthaus wär schon mal einer. Ein gewichtiger. Es müsste ja nicht gleich ein Stadtrestaurant enthalten. Moment – warum eigentlich nicht? Kreative Architekten könnten hier u.a. interesste Antworten geben: Stadthaus als „täglich offene Veranstaltung“. Belebende, zeitentsprechende Gedanken.

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    1. J. Hinrichs / Bodan

      Tolle Idee! Ein Ratshauskeller mit Spanferkel, Bier und gutem Wein könnte vielleicht auch dazu beitragen, Differenzen zu bereinigen und das Zentrum zu beleben!
      J. Hinrichs / Bodan

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  2. Marco Schneider-Schädler

    Auf jeden Fall ist die Festwiese freizuhalten. Die Angestellten der Stadt brauchen ein solchen PRACHTSBAU sicher nicht! Wir hatten ja eine Idee, das war ja das Löwenareal, dort hätte das neue Verwaltungsgebäude hingehört !! oder dann die Verlängerung der Marktstrasse.. Die Festwiese ist TABU für sowas, ein für alle Mal!!

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