/// Rubrik: Stadtleben

Ein sehr spezieller Raum

Kreuzlingen – «Arm und Reich» ist einebesondere Ausstellung in der evangelischen Kirche Kurzrickenbach. Nicht nur der Ort ist speziell sondern auch die offene Art, an der Aktion teilzunehmen.

Die evangelische Kirche Kurzrickenbach wurde zur Galerie.

Eigentlich hätte es eine Vernissage im grossen Stil werden sollen, doch die Coronapandemie lässt grüssen. Am vergangenen Sonntagnachmittag wurde die Ausstellung «Arm und Reich», eine Zusammenarbeit mit dem Offenen Atelier Kreuzlingen und dem Open Place, in der Kirche Kurzrickenbach eröffnet. Pfarrer Damian Brot konnte an der deutlich reduzierten Eröffnungsfeier aber doch etwas Positives abgewinnen: «Alle, die da sind, haben etwas mit der Ausstellung zu tun, alle, die da sind, sind die Ausstellung», sagte er.

Kunst bald zentrales Thema
Open Place, vor sechs Jahren gegründet, sei ein Begegnungsort für alle Menschen. «Wir haben zu Beginn nicht gewusst, was uns erwartet». Und doch sei schnell klar geworden, dass Kunst ein wichtiger Bestandteil sein werde, erklärte Damian Brot. Schon bald sei im Open Place eine erste Ausstellung organisert worden, damals mit Bildern von Hildegard Kneubühler. «Es folgten weitere Ausstellungen, auch in Zusammenarbeit mit dem Offenen Atelier».

«Besonders an der aktuellen Ausstellung war, dass es eine Aktion zum Mitmachen war, dass Menschen aus dem Offenen Atelier und dem Open Place, aber auch alle weiteren Interessierten ihre Werke einreichen durften», meinte Lenka Roth, Leiterin des Offenen Ateliers. Die letzten Wochen seien geprägt gewesen vom Thema «Arm und Reich».

Wo das Wort hinfällt
«Es war eine besondere Zeit der Zusammenarbeit, es gab viele Kontakte und Begegnungen, der Austausch ist gelungen», zog Lenka Roth eine Bilanz an der Vernissage. Es habe Spass gemacht «und ich hoffe auf eine Wiederholung». An den nächsten sechs Wochen soll die Ausstellung den Raum prägen und, fügte Brot an, «der Kirchenraum kann für Vieles gebraucht werden». Simon Weiland, Musiker und Theatermacher aus Konstanz, brachte seine Gedanken zum Thema «Arm und Reich». «Je nachdem, wohin es fällt, nimmt ein Wort verschiedene Bedeutungen an». Man brauche einen Arm um etwas zu reichen, oder «es genügt, was mir gereicht wird». Kurt Peter

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