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Steuereinnahmen bleiben gleich

Tägerwilen – Die Volksschulgemeinde Tägerwilen rechnet im Budget 2021 mit gleichbleibenden Steuereinnahmen und begründet dies mit den Auswirkungen der Coronapandemie. Den Steuerfuss will die Behörde auf 87 Prozent halten.

So könnte der Pausenplatz der Sekundarschule Tägerwilen neu gestaltet werden. (Bild: zvg)

Am 23. November findet die Gemeindeversammlung der Volksschulgemeinde Tägerwilen in der Dreifachturnhalle statt und berät über ein Budget, welches einen Verlust von 743’000 Franken aufweist. Aufgrund der Pandemie rechnet die Vorsteherschaft mit gleichbleibenden und nicht wie in den Vorjahren steigenden Steuereinnahmen. Die Ausgaben wurden im Rahmen des Budgets 2020 gehalten. Der Finanzplan wurde aufgrund der wirtschaftlichen Situation angepasst «und fällt in den kommenden Jahren vorübergehend negativ aus», wie es in der Botschaft heisst.

Beim Finanzausgleich profitiert
Grundsätzlich kann der Steuerfuss aber für die nächsten Jahre auf moderaten 87 Prozent gehalten werden. Auswirkungen auf das Budget hat auch die Ablehnung des Kinder- und Jugendzentrums, da die sehr teuren Provisorien in Betrieb bleiben müssen. Die Volksschulgemeinde Tägerwilen profitiert vom neuen Lastenausgleich und budgetiert rund 200’000 Franken weniger Beiträge an den Kanton als im Budget 2020. Das Budget rechnet mit 800’000 Franken für den Finanz- und Lastenausgleich, in der Rechnung 2019 waren es fast 1,4 Millionen.

Die Volksschulgemeinde Tägerwilen plant Investitionen von 270’000 Franken. 100’000 Franken setzt die Behörde für den Ersatz der Garagen beim Spritzenhaus ein. Durch die Erweiterung des Wärmeverbundes fallen diese Lagerräumlichkeiten und Werkstatt für die Hauswarte weg und müssen neu geschaffen werden. Für die Planung der Gesamtsanierung des Schulhauses budgetiert die Behörde 20’000 Franken.

Schatten und Sitzen
Das grösste Baukreditgesuch betrifft die Neugestaltung des Pausenplatzes Sekundarschule. Das Areal der Sekundarschule wurde vor 15 Jahren realisiert, der Platz wird in der Botschaft als «schnörkellos mit keinen beschatteten Plätzen und kaum Rückzugsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler» beschrieben. Im Sommer werde es sehr heiss und im Winter «weht der eisige Wind ungehindert über den Platz». Die Sitzbänke entlang der Gebäude seien im Rahmen eines Schülerprojektes im Jahr 2009 mit Holz beplankt worden damit ein vernünftiges Sitzen in der kalten Jahreszeit überhaupt möglich sei.

Im vergangenen Schuljahr wurden die Schülerinnen und Schüler befragt, was sie sich auf dem Pausenplatz die wünschen. Dabei standen Schatten, zusätzliche Sitzgelegenheiten und ein freundliches Erscheinungsbild im Vordergrund. Während des Lockdowns wurden zusammen mit dem Architekten der Anlage und Erni Gartenbau verschiedene Varianten zur Neugestaltung erarbeitet.

An Gradlinigkeit verlieren
Neben diversen grünen Oasen auf dem Platz soll es auch einzelne Trinkwasserspender und zusätzliche Sitzgelegenheiten geben. Die bestehenden Tischtennistische auf dem heutigen Platz werden übernommen. Für Auflockerung sind drei Farbakzente auf dem roten Teer eingeplant. «Damit der Platz etwas von seiner Gradlinigkeit verliert», heisst es in der Botschaft. Für den Gartenbau sind 100’000 Franken eingplant, 20’000 für Diverses, 15’000 für Honorare und 15’000 Franken als Reserve.

Kurt Peter

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