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Kirche, Sabbat und Wirtschaft

Leserbrief – Mark Keller aus Kreuzlingen ist für ein Ja zur Konzernverantwortungsinitiative.

Leserbrief

(Bild: Pexels/Pixabay)

«Die Kirche solle sich klar zu Themen positionieren, doch der Mensch müsse immer vor der Politik stehen», sagte die Kreuzlinger Schulpräsidentin Seraina Perini in der evangelischen Kirche Kreuzlingen im Gespräch mit Pfarrer Damian Brot vergangenen Sonntag. Sinngemäss dasselbe sagte der Herr der Kirche, Jesus Christus, als er mit Pharisäern darüber stritt, ob man am Sabbat einige Ähren abreissen dürfe: «Der Sabbat ist um des Menschen willen geschaffen worden und nicht der Mensch um des Sabbats willen» (Lukas 2.27). Jesus fordert uns auf, die Prioritäten richtig zu setzen.

Zur Zeit erhitzt die Konzernverantwortungsinitiative die Gemüter und spaltet die Kirchen und auch die Christen. Sowohl Befürworter als auch Gegner berufen sich auf christliche Werte. Mit Jesus formulieren wir um: Die Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht die Menschen für die Wirtschaft. Daraus folgt, dass wir uns für eine Wirtschaft stark machen sollten, die den Menschen, seine Würde und Rechte und die Umwelt ins Zentrum stellt – und nicht den Unternehmensprofit auf Teufel komm raus. So betrachtet sollten wir Ja zur Konzernverantwortungsinitiative sagen.

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