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Aufsicht in Naturschutzgebieten wird verstärkt

Thurgau – Die Thurgauer Naturschutzgebiete sind in der Bevölkerung beliebt: Zum Spazieren, Sonne tanken, Tiere beobachten. Doch nicht alle halten sich dabei an die Regeln zum Schutz von Flora und Fauna. Das Amt für Raumentwicklung und das Forstamt bauen deshalb die Aufsicht in Moorgebieten und Waldreservaten aus. Zwei Ranger sollen Besuchende für die Verletzlichkeit der Natur und das angemessene Verhalten sensibilisieren.

Hüttwiler See. (Bild: Donald Kaden)

Ermatinger Ried, Schaarenwald, Hüttwiler Seen: Sie zählen zu den Kronjuwelen der Thurgauer Naturschutzgebiete und beherbergen bedrohte Tiere und Pflanzen. Deshalb geniessen sie einen hohen Schutz und sind gleichzeitig bei der Bevölkerung als Naherholungsgebiete beliebt. Doch nicht alle Besucherinnen und Besucher halten sich an die Regeln – vielmals eher aus Unwissen als aus Absicht – mit Konsequenzen etwa für brütende Vögel oder schutzsuchende Hasen. Auch Littering, das achtlose Wegwerfen von Abfall, macht vor den Naturschutzgebieten nicht halt.

Bereits heute sind im Thurgau in wenigen ausgewählten Naturschutzgebieten Aufsichtspersonen im Auftrag des Kantons unterwegs – meist ehrenamtlich oder für eine symbolische Entschädigung. «Dieses System und die Rekrutierung von geeigneten Personen stossen an Grenzen», weiss Rolf Niederer, zuständiger Projektleiter. Deshalb setzt das Amt für Raumentwicklung gemeinsam mit dem Forstamt zusätzlich zwei professionelle Ranger ein. Sie werden je rund 400 Stunden pro Jahr im Auftrag des Kantons in besonders sensiblen Naturschutzgebieten unterwegs sein. Die Ranger sollen die Besuchenden für die Verletzlichkeit der Natur und das richtige Verhalten sensibilisieren und bei grobem Fehlverhalten auch verzeigen.

Erste Schwerpunktgebiete sind die Hüttwiler Seen im Seebachtal, das Ermatinger Ried und der Schaarenwald bei Diessenhofen. Weitere Naturschutzgebiete und Waldreservate werden folgen. Die Kosten betragen knapp 60 000 Franken. Der Bund beteiligt sich mit 65 Prozent.

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