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Mit hart erkämpftem Derbysieg auf Platz 4

Handball – Den Kreuzlinger SPL1-Frauen gelang am Samstag der vierte Sieg in Serie über Yellow. Das 25:21 (14:11) in Winterthur musste allerdings hart erkämpft werden.

Mit dem 31:26 in Herzogenbuchsee und dem 25:21 in Winterthur hat der HSC zwei seiner drei Auswärtsaufgaben in Serie erfolgreich lösen können. (Bild: Deuring Photography)

Die Erleichterung war den mitgereisten Kreuzlinger Anhängern nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben. Sie mussten lange leiden und erlebten wegen der ständigen Leistungsschwankungen ihrer Mannschaft einen nervenaufreibenden Abend. Am Ende durften sie sich aber nach spannenden und sehr unterhaltsamen 60 Spielminuten über zwei Punkte freuen.

Ein wichtiger Sieg jm Kampf um die erstmalige Kreuzlinger Teilnahme an der Finalrunde der Top 4 im Schweizer Frauenhandball. Mit dem 31:26 in Herzogenbuchsee und dem 25:21 in Winterthur hat der HSC zwei seiner drei Auswärtsaufgaben in Serie erfolgreich lösen können. Am nächsten Samstag trifft das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug und ihrem Assistenten Valon Dedaj bei ihrem letzten Einsatz 2020 auf den direkten Widersacher Thun. Obschon der HSC gegen die Bernerinnen noch nie hat punkten können, reist er definitiv nicht chancenlos in die Gotthelf-Sporthalle, denn Winterthur realisierte zuletzt an gleicher Stätte ein Unentschieden. Nach dem Nachtragsspiel in Thun folgt die rund einmonatige Festtagspause, bevor es dann am 8. Januar mit dem Gastspiel bei Tabellenführer in St. Gallen weitergeht. Die nächste Partie in der heimischen Egelseehalle bestreitet der HSC am 16. Januar, 16.00 Uhr, gegen Yellow Winterthur.

Zu unkonstant
Vor dem ersten Saisonduell mit Yellow Winterthur war man sich im Kreuzlinger Lager sehr wohl bewusst, dass es nicht wieder einen Spaziergang geben würde wie beim letzten Vergleich, den der HSC gleich mit 37:19 gewann. Die Zürcherinnen haben ihr Kader im Sommer namhaft verstärkt, unter anderem mit der 23-jährigen serbischen Rückraumshooterin Mina Vasic. Auch Yellow möchte ein gewichtiges Wort im Kampf um ein Finalrundenticket mitreden.
Nach einem sehr verhaltenen Start – Isabell Tissekker erzielte den ersten Treffer nach exakt fünf Spielminuten – übernahm der physisch leicht überlegene Gast vom Bodensee das Spieldiktat. Nach vier Gegentoren in Serie vom 2:0 zum 2:4 bezog Yellow-Trainer Fabian Schäfli bereits in der 5. Minute sein erstes Time-out. Sein Team kam danach zurück und fortan wechselte die Führung beinahe im Minutentakt. In der Schlussphase der ersten Halbzeit setzte sich der HSC nicht zuletzt dank der treffsicheren Isabel Tissekker (6 Tore) vom 9:10 noch auf 14:11 ab. Die Führung wäre wohl sogar deutlicher ausgefallen, hätte Yellow in der Person von Lea Fischbacher nicht eine reaktionsschnelle Torhüterin zwischen den Pfosten gehabt.

Nur physisch auf dem Spielfeld
Die 15-minütige Pause schien den Kreuzlingerinnen überhaupt nicht gut getan zu haben. In der Startphase zur zweiten Halbzeit standen sie komplett neben den Schuhen. Ihnen unterliefen Fehler über Fehler, was Yellow zu vier Treffern in Serie und dem 15:14 nütze. Angeführt von der überlegenen SPL1-Torschützenkönigin Simona Grozdanovska führten die Einheimischen nun die feinere Klinge. Bis zum 21:19 in der 48. Minute führte Yellow immer mit einem bis zwei Treffern. Abschütteln liess sich der angezählte HSC aber nie. Die nochmalige Wende gelang auch, weil man die taktischen Vorgaben wieder besser umsetzte, Selina Weidmann ihre Durchschlagskraft in die Waagschale warf und Torfrau Nathalie Wörner einige ganze starke Paraden zeigte. So schaffte Winterthur in den letzten zwölf (!) Minuten kein einziger Torerfolg mehr. Kreuzlingen hingegen schaffte mit sechs Treffern in Serie noch einmal die Wende zum 25:21-Endstand.

Erfolgreichste Werferinnen waren SPL1-Topscorerin Simona Grozdanovska mit zehn Toren (davon fünf Penalties) und Isabel Tissekker mit neun Toren (2 Siebenmeter). Den Vergleich zweier starker Torhüterinnen entschied Nathalie Wörner mit 15 Paraden gegenüber elf von Lea Fischbacher zu ihren Gunsten.

Yellow Winterthur – HSC Kreuzlingen 21:25 (11:14)
Eulach 2B. – 50 Zuschauer. – Sr. Keiser/Rottmeier.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Winterthur, 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Winterthur: Fischbacher (1.-60./11 Paraden), Mützenberg, D. Müller (beide nicht eingesetzt); Vasic (1), Vukotic (1), Bölsterli, Von Arx, Grozdanovska (10/5), Wegmüller, St. Albrecht (5), Mössner, Gwerder, Rusert (3), F. Müller, Hostettler, Husmann (1).
Kreuzlingen: Wörner (1.-60./15 Paraden), Federau (für 1 Penalty/0), Novotna, Mayer, Skoricova (2), Tissekker (9/2), Klein, Weidmann (3), Rothacker (1), Lischka, Marku (4), Sivka, Plüss, Olsovska (2), Gulyas (4), Heinstadt.
Penaltystatistik: Winterthur 5 von 5, Kreuzlingen 2 von 2.
Bemerkungen: Winterthur ohne F. Albrecht; Kreuzlingen ohne Hildebrand (beide verletzt).

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