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Mehr Geld fürs Hallenbad

Kreuzlingen – Zwei Zusatzkredite in Höhe von insgesamt 1,9 Millionen Franken beantragt der Stadtrat beim Gemeinderat für Mehr- und Zusatzkosten des Familien- und Freizeitbades Egelsee.

Der Gemeinderat wird über Zusatzkredite für das Familien- und Freizeitbad diskutieren. (Bild: zvg)

Am kommenden Donnerstag muss der Gemeinderat über zwei Kreditbegehren entscheiden, welche vom Stadtrat wegen Mehraufwand und Projekterweiterung des Familien- und Freizeitbades Egelsee beantragt werden. «Ein Projekt dieser Grösse», erklärte Stadträtin Dorena Raggenbass anlässlich der Medienkonferenz, «besteht aus drei Phasen: Wettbewerb, Vorprojekt und Bauprojekt». Dabei variierten auch die geschätzten Bausummen, im Bauprojekt seien es plus-minus zehn Prozent.

Höhere Projektkredite

Bei künftigen grossen Projekten der Stadt würden die Projektkredite nicht mehr so «günstig» ausgestattet wie beim Familien- und Freizeitbad Egelsee oder beim Neubau des Stadthauses. «Um die Kosten mit vertiefteren Abklärungen detaillierter kommunizieren zu können, müssen solche Projektkredite im Bereich zwischen ein und 1,5 Millionen Franken liegen», meinte auch Stadtpräsident Thomas Niederberger. Denn die vertieften Untersuchungen zwischen Volksabstimmung und Ausführungsprojekt hätten jetzt zu den Kreditanträgen an den Gemeinderat geführt.

Die nun eruierten Mehrkosten gegenüber dem gesprochenen Baukredit betragen fast 1,7 Millionen Franken. Die grösste Summe, 700’000 Franken, entfällt auf die Entsorgung von Altlasten. «Wir wussten zwar, dass es Belastungen im Boden gibt, aber vom Umfang wurden wir überrascht», so Dorena Raggenbass. Die Entsorgung zusätzlicher Schadstoffe im Gebäudebestand kommt auf 152’000 Franken. Die Sanierung der Fussbodenheizung im bestehenden Bad wolle der Stadtrat zusammen mit den Bauarbeiten durchführen, «um das dann nicht in ein paar Jahren ohnehin machen zu müssen».

Erholungsbereich wird erweitert

Weitere Massnahmen seien eine statische Ertüchtigung des Tragwerks und 254’450 Franken im Bereich Brandschutz sowie eine zusätzliche Wasserhaltung im Baugrund. Die Zusatzkosten für die Erweiterung betreffen die Materialraumvergrösserung mit 110’300 Franken und die Ergänzung der Saunaanlage mit 108’000 Franken. Die gegenüber dem Vorprojekt geplante Erweiterung es Erholungsbereichs bringe viele Vorteile, so sei es beispielsweise technisch machbar, die Biosauna nach Bedarf auf 90 Grad zu heizen. Das Dampfbad sei gegenüber dem Vorprojekt verkleinert worden.

Mit den geplanten Massnahmen könne den Vereinen mehr Materialraum zur Verfügung gestellt werden, erklärte Dorena Raggenbass. Für den Breiten- und Spitzensport bedeute die Mehrfläche einen Vorteil. Ausserdem sei die Materialraumvergrösserung am geplanten Standort aufgrund der Gebäudegeometrie problemlos möglich. Den unvermeidbaren Mehraufwänden ständen Einsparungen und Optimierungen gegenüber, die von der Projektsteuerung geprüft und voran-
getrieben worden seien. Die Sekundarschulgemeinde beteilige sich mit 200’000 Franken an den Mehrkosten.

Baubewilligung liegt vor

«Wenn der Gemeinderat die Kreditbegehren ablehnt, müssen wir Abstriche von zwei Millionen Franken machen, die nicht unbedingt benötigte Anlagen wie Rutschbahn oder Biosauna betreffen», machte Dorena Raggenbass auf die Konsequenzen aufmerksam. Für Thomas Niederberger war klar: «Es sind ausgewiesene Mehrkosten, keine Wunschliste». Stimmt der Gemeinderat am Donnerstag den Kreditbegehren zu, «kann im März der Spatenstich stattfinden, die rechtskräftige Baubewilligung liegt inzwischen vor», ergänzte Dorena Raggenbass. Das kantonale Departement für Bau und Umwelt habe die beiden Einsprachen abgewiesen.

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