/// Rubrik: Leserbriefe | Topaktuell

Irritation über das Verhalten von Bund und Kantonen in Sachen Corona

Leserbrief – Jost Rüegg aus Kreuzlingen lebt lieber in einer Demokratie, in welcher manche keine Eigenverantwortung haben, als in einer Diktatur.

Leserbrief

(Bild: Peter Olexa/Pixabay)

Die zum Teil massive Kritik an den Verantwortlichen von Bund und den Kantonen zum Verhalten in Sachen Corona ist zwar verständlich aber falsch. Das ist der Preis unserer Demokratie. Bei einer Pandemie können Bürgerinnen und Bürger beweisen, wie ernst sie es mit der viel beschworenen Eigenverantwortlichkeit nehmen, ohne die eine Demokratie eben nur leidlich funktioniert, beziehungsweise an ihre Grenzen und darüber hinaus stösst. Wenn sich ab März 2020 alle an die relativ einfachen Regeln gehalten hätten, hätte es nie einen Lockdown gebraucht und auch keine erste, zweite oder dritte Welle gegeben. In einer Demokratie funktioniert das eben nicht. Es genügen zehn Prozent der Bevölkerung, die sich nicht an diese Regeln halten und schon nimmt die Pandemie ihre exponentielle Entwicklung. Tote gibt es täglich in allen Lebenslagen auch frühzeitige und unschuldige. Jetzt sind die einer Pandemie einfach dazugekommen. Ich lebe lieber in einer Demokratie mit diesem gravierenden Mangel, als in einer Diktatur, die mir sagt wie ich glücklich werden muss.

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