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HSCK dank Derbysieg weiter auf Finalrundenkurs

Handball – Mit dem 27:17-Heimsieg über Yellow Winterthur haben die Kreuzlingen SPL1/NLA-Frauen ihren vierten Tabellenrang gefestigt, da Verfolger Thun überraschend verlor.

Rechtsaussen Katja Lischka. (Bild: Felix Walker)

Die Chancen der Thurgauerinnen, sich erstmals überhaupt für die Finalrunde der besten vier Teams im Schweizer Frauenhandball zu qualifizieren, sind am Wochenende weiter gestiegen. Einerseits löste das Team von Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug seine Aufgabe im Derby gegen Winterthur mit einer insgesamt soliden Leistung souverän, andererseits verlor Verfolger Thun sein Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Herzogenbuchsee überraschend mit 23:24. Ein empfindlicher Rückschlag für das Team von Ex-Nationaltrainer Urs Mühlethaler, das sich in den letzten Jahren immer für die Finalrunde qualifizierte. So beträgt die Reserve des HSCK auf Thun neu drei Punkte. Er hat noch drei Partien zu bestreiten, darunter das Gastspiel beim punktelosen Zürich, Thun noch vier, allerdings allesamt gegen besser klassierte Widersacher.

Nur zu Beginn mit Mühe
Die Leistung der Kreuzlingerinnen gegen Winterthur, das unter der Woche die Cupsensation beim 25:26 gegen Leader Brühl St. Gallen nur hauchdünn verpasste, war keine herausragende, aber eine solide. In den Startminuten bekundeten der Gastgeber noch einige Probleme, was allerdings primär Eigenfehlern geschuldet war. Topscorerin Pashke Marku, zusammen mit Kreisläuferin Vanda Gulyas die auffälligste Offensivkraft, brachte den HSCK in der 8. Minute erstmals mit 4:3 in Führung. Eine Penaltyparade von Torfrau Nathalie Wörner gegen Liga-Topscorerin Simona Grozdanovska beim Stand von 10:7 (19.) stellte die Weichen für den 13:9-Pausenvorteil.

Nach dem Seitenwechsel machten die Thurgauerinnen in den ersten sieben Minuten mit vier Treffern in Serie vom 14:10 zum 18:10 früh alles klar. Von diesem Rückschlag erholte sich Yellow nicht mehr. In der Schlussviertelstunde setzte das Kreuzlinger Trainerduo Ertl-Hug/Dedaj im Hinblick auf die weiteren Aufgaben sämtliche Feldspielerinnen ein. Am Ende waren es dann sogar zehn Treffer Differenz und Winterthur musste die fünfte Niederlage in Serie gegen Kreuzlingen einstecken, das vor allem eine starke Abwehrleistung zeigte und auf herausragende 17 Paraden von Wörner zählen durfte. Beste Werferinnen waren die beiden Mobiliar-Topscorerinnen Pashke Marku (6 Tore) und Simona Grozdanovska (5).

Titelanwärter fordern
Am nächsten Samstag reist der HSC Kreuzlingen nach Zug. Der Tabellendritte hat sich in dieser Saison Titelgewinne zum Ziel gesetzt. Dementsprechend sehen sich die Thurgauerinnen in der Rolle des Herausforderers. Ein Punktgewinn wäre gleichermassen eine positive Überraschung wie auch der wohl entscheidende Schritt in Richtung. Die Partie wird um 17 Uhr angepfiffen und ist live auf www.handballTV.ch zu sehen.

HSC Kreuzlingen – Yellow Winterthur 27:17 (13:9)
Egelsee. – keine Zuschauer. – Sr. Feld/Müller.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 3-mal 2 Minuten gegen Winterthur.
Kreuzlingen: Wörner (1.-60./17 Paraden, davon 1 Penalty); Novotna (1), Mayer (1), Skoricova (3), Tissekker (3/1), Klein, Weidmann (1), Rothacker (2), Lischka (1), Marku (6), Sivka, Plüss, Olsovska (4), Gulyas (4), Heinstadt (1).
Winterthur: Mützenberg (1.-20./3 Paraden), D. Müller (20.-60./8 Paraden); Vasic (2), Vukotic, Bölsterli, Von Arx, Grozdanovska (5), Wegmüller, $t. Albrecht (4/1), Mössner, Rusert (2), F. Müller (1), Hostettler, Husmann (3).
Penaltystatistik: Kreuzlingen 1 von 1, Winterthur 1 von 2 (19./10:7 Grozdanovska scheitert an Wörner).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Federau und Hildebrand (beide rekonvaleszent). – Best Player-Ehrung: Wörner (K) und D. Müller (W).

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