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Bundesrat Berset eröffnet Thurgauer Impfschiff

Region – Am Dienstag, 2. Februar 2021, hat der Kanton Thurgau im Beisein von Bundesrat Alain Berset sein zweites kantonales Covid-19-Impfzentrum in Betrieb genommen.

Die MS Thurgau kommt nach zwei Wochen Halt in Romanshorn nach Kreuzlingen. (Bild: zvg)

Auf der MS Thurgau wird seit heute Dienstag geimpft. Diese Woche ist es in Romanshorn stationiert, fährt dann für zwei Wochen nach Kreuzlingen und anschliessend nach Arbon. Auf dem Schiff der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt AG können im Fünfminutentakt täglich maximal 168 Personen geimpft werden, die Termine für die nächsten Wochen sind praktisch ausgebucht. Bei seinem Besuch am Bodensee liess sich Bundesrat Alain Berset das Impfschiff zeigen und seinen Betrieb erklären.

Vor der Besichtigung des Impfschiffs hatte sich der Vorsteher des Eidgenössischen Departements des Innern im Kantonsspital Münsterlingen aus erster Hand über die Erfahrungen und Fortschritte in der Bekämpfung der Pandemie im Kanton Thurgau informieren lassen. Weiter auf dem Programm stand ein Austausch im kleinen Kreis zwischen der Bundes- und der Kantonsdelegation im frisch sanierten Kornhaus am Romanshorner Hafen. Dabei ging es unter anderem um die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen und die Liefermengen der Impfstoffe.

Impfschiff in Betrieb: Der 82-jährige Valerio Amati wird auf der MS Thurgau gegen das Coronavirus geimpft. (Bild: Gian Ehrenzeller)

An der Medienkonferenz zum Abschluss des Besuchs von Bundesrat Berset erklärte Regierungsrat Urs Martin, Chef des Departementes für Finanzen und Soziales, dass die kantonale Impfstrategie zur Pandemiebekämpfung auch langfristig verlässlich angelegt sei. «Wir haben mobile Equipen in den Heimen und das kantonale Impfzentrum in Frauenfeld. Dazu bildet das Impfschiff eine ideale Ergänzung. So ist es möglich, einen Grossteil der Thurgauer Bevölkerung mit nur zwei Impfzentren wohnortsnah zu versorgen.»

Ab nächster Woche könne zudem auch eine erste Gruppe von Hausärzten mit Impfen beginnen. «Wir waren zu Beginn nicht die Schnellsten, aber nun gewinnen wir an Fahrt», sagte Urs Martin. Sobald der Bund die Impfstoff-Liefermengen erhöhen könne, sei ein weiterer Ausbau der Kapazitäten geplant. «Unser Ziel ist es, keine Impftermine verschieben oder absagen zu müssen.» Die verlässliche Durchführung auch der zweiten Impfung habe oberste Priorität.

Nach wie vor können sich ausschliesslich Personen ab 75 Jahren sowie Personen, die aufgrund chronischer Krankheiten einen schweren Verlauf einer Covid-Erkrankung befürchten müssen, anmelden. Der Kanton informiert die Bevölkerung, sobald weitere Personengruppen gemäss der Impfstrategie des Bundes zur Impfung zugelassen werden können, und dankt für die Geduld.

Weitere Informationen zum Impfen gegen Covid-19 sowie der Link und ein Erklärvideo zur Reservationsplattform «ImpfMi» sind auf der Homepage des Amts für Gesundheit unter www.tg.ch/impfen aufgeschaltet.

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