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Gegen neue Planungsmillionen

Leserbrief – Josef Bieri, Stadtammann 1989 – 2007 und Andreas Netzle, Stadtpräsident 2007 – 2017, stimme nein zur Initiative «Freihaltung der Festwiese».

Leserbrief

(Bild: Pexels auf Pixabay)

In unserer Demokratie zählt auch ein knappes Ergebnis. Oder zweifelt jemand am Abstimmungsergebnis von 1958? Nur gerade 28 Stimmbürger gaben den Ausschlag für den Kauf des Seeburgparks und zum heutigen Zustand der Uferzone. Die sehr knappe Minderheit verzichtete damals auf Schritte, das Volksvotum nachträglich umzukehren.

Stadtrat, Gemeinderat, Architekten, Städteplaner, die Kirchenbehörde von St. Ulrich und das Volk sprachen sich 2016 für das Stadthausprojekt auf der Festwiese aus. Der Kanton erteilte die Ausnahmebewilligung für die Überlänge und hielt kürzlich fest, der Stadtrat habe in der Volksbotschaft absolut korrekt informiert. Und schliesslich gab auch die Eidg. Kommission für Denkmalpflege dem Stadthaus-Projekt ihren Segen.

Das Verwaltungsgericht meint nun, man könne auf der Festwiese ein Stadthaus auch so bauen, dass es keine Ausnahmebewilligung brauche. Aber genau darum siegte ja das Projekt «Schlussstein», weil es eine maximale Freihaltung der Festwiese und gleichzeitig einen grossen Respekt vor dem Stadtwahrzeichen St. Ulrich ermöglicht. Kürzer wird das Gebäude nur, wenn man es in die Höhe zu baut, aber das kommt hier nicht in Frage.

In den letzten Jahrzehnten wurde viel Geld für Planungen ausgegeben, bis dann der «Schlussstein» endlich die Zustimmung des Volkes erreichte. Die Kreuzlinger Stimmbürger/-innen sowie die Steuerzahlenden – wozu auch die ausländische Mehrheit der Stadtbevölkerung gehört! – haben jetzt ein Anrecht darauf, dass der Volkswille zügig umgesetzt wird und nicht neue Planungsmillionen anfallen. Deshalb: Nein zur Verhinderungs-Initiative!

 

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One thought on “Gegen neue Planungsmillionen

  1. Ruedi Anderegg

    Der Umgebungsschutz besteht nach wie vor und der Kanton kann nicht einfach über Grundstücke verfügen, die ihm gar nicht gehören. Wo kämen wir da hin!
    R. Anderegg

    Antworten

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