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Näher dran, als das Schlussresultat vermuten lässt

Hanball – Die SPL1/NLA-Frauen des HSC Kreuzlingen unterliegen beim Tabellendritten in Zug zwar mit 27:33, durften aber bis zur 55. Minute auf einen Punktgewinn hoffen.

Petra Skoricova. (Bild: Felix Walker)10

Mit diesem hart erkämpften Heimerfolg, notabene der zehnte im zehnten SPL1/NLA-Duell gegen den HSC Kreuzlingen, haben sich die Innerschweizerinnen den dritten Rang gesichert. Sie treffen im Playoff-Halbfinal damit auf den Zweitplatzierten der Finalrunde. Klar ist somit ebenfalls, dass es Kreuzlingen in seiner «Best-of-3»-Halbfinalserie mit dem Finalrundensieger zu tun bekommt und dabei zuerst auswärts antreten muss. Im Kampf um Platz 1 ist das Rennen nach dem 34:29-Heimsieg der Spono Eagles Nottwil über Titelverteidiger Brühl St. Gallen noch völlig offen.

Nicht auf Betriebstemperatur
Die Kreuzlingerinnen erwischten am Sonntagabend in Zug keinen guten Start. «Wir waren in der Startphase überhaupt nicht präsent», analysierte Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug später. Schon nach rund fünf Spielminuten lagen die Thurgauerinnen mit 0:3 zurück. Mehr als sieben Minuten benötigten sie, ehe ihnen der erste Treffer gelang. Zug führte in dieser ersten Halbzeit insgesamt die feinere Klinge und machte weniger Fehler. Der Tabellendritte konnte so den Herausforderer vom Bodensee auf Distanz halten. Dieser sah sich mit einem Rückstand von drei bis fünf Toren konfrontiert und fand vorerst nie ein probates Mittel, um resultatmässig aufzuschliessen. Dank drei Treffern in Serie der nach überstandener Verletzung wieder aufgebotenen Kreisläuferin Vanda Gulyas durften sich die Thurgauerinnen bei Halbzeit (17:12) zumindest noch leise Hoffnungen auf eine Aufholjagd machen. Steigerungsbedarf machte man beim HSCK insbesondere im Rückraum aus.

Nochmals herangekommen
In den ersten zehn Spielminuten der zweiten Halbzeit begegneten sich die beiden Teams auf Augenhöhe. Am Fünftore-Rückstand der Gäste änderte sich bis zum 22:17 vorerst aber nichts. Ausgerechnet eine umstrittene Strafe gegen ihn schien beim HSCK aber ein Feuer zu entfachen, das man vorher vermisst hatte. Mit zwei Treffern innerhalb von nur 13 Sekunden schloss das Team von Trainerin Ertl-Hug bis zum 24:21 auf, was den Zuger Trainer zu einem Time-out nötigte. Mit unpräzisen Abschlüssen aus dem Rückraum verpasste es der HSCK in der Folge allerdings, die Einheimischen noch mehr unter Druck zu setzen. Statt auf zwei Treffer zu verkürzen, lagen sie wenig später wieder mit vier zurück. Zumindest hielt Torfrau Nathalie Wörner den HSCK mit einem gehaltenen Penalty weiter im Spiel. Nach dem 28:26 durch Topscorerin Pashke Marku fünf Minuten vor dem Abpfiff schnupperte der HSCK aber wieder an einer Überraschung. Schlussendlich blieb es aber beim Schnuppern, weil sich die Kreuzlingerinnen mit zwei Fehlwürfen und einem Fehlpass wieder einmal selbst um die Früchte ihrer Anstrengungen brachten. So kam Zug doch noch zum erwarteten 33:27-Heimsieg.

Heimspiel gegen Titelverteidiger
Am nächsten Samstag empfängt der HSC Kreuzlingen in seinem zweiten Finalrunden-Heimspiel den LC Brühl. Gegen die St. Gallerinnen möchte man im elften Duell auf SPL1/NLA-Ebene endlich erstmals punkten. Zuletzt hinterliessen der Titelverteidiger auswärts keinen sattelfesten Eindruck, unterlag er doch sowohl in Zug (30:35) als auch in Nottwil (29:34). Und auch im Hinspiel gegen den Aussenseiter aus Kreuzlingen bekundeten die Olmastädterinnen zuhause in den ersten 40 Minuten (18:18) viel Mühe, ehe sie am Ende doch noch 30:22 siegten.

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