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Missglückter Auftakt gegen starke Genfer

Handball – Nach fast sechsmonatiger Pause kassieren die Kreuzlinger NLB-Männer eine selbstverschuldete 24:26 (10:15)-Heimniederlage gegen den Tabellennachbarn aus Genf.

Die HSC-Männer müssen nun in den verbleibenden vier Partien versuchen, ihren Platz in den Top 6 zu verteidigen, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt. (Bild: zvg)

Es war aus Kreuzlinger Sicht ein Spiel der vielen verpassten Chancen. Die keinesfalls zwingende Niederlage gegen ein durchaus starkes Genfer Team mit sieben (!) französischen Legionären war primär dem eigenen Unvermögen im Abschluss geschuldet, wobei sich der französische Gästekeeper Bastien Soullier vor allem in der ersten Halbzeit mit vielen erstklassigen Paraden in Topform präsentierte. Damit musste sich der HSCK nach saisonübergreifenden sechs Heimsiegen in Folge erstmals wieder in der Egelseehalle bezwingen lassen. Vor allem in der ersten Halbzeit vermochte das Team von Cheftrainer Werner Bösch weder die taktischen Vorgaben umzusetzen noch im Abschluss zu überzeugen. Es gelang ihnen viel zu selten, die «Genfer Mauer» mit Spielern zwischen 1,91 und 2,03 Meter Körpergrösse mit Tempospiel in Bewegung zu bringen. Mindestes ein halbes Dutzend ausgezeichneter Chancen liessen die Thurgauer in den ersten 30 Minuten liegen, darunter ein Penalty und zwei Gegenstösse. In der Abwehr bekamen sie den 2,03 Meter grossen ukrainischen Profihandballer Maxym Streinikov nicht in den Griff. So resultierte bei Halbzeit ein 10:15-Rückstand. Die einzige Chance in Führung zu geben vergab der HSCK in der 14. Minute beim Stand von 6:6 durch einen vergebenen Siebenmeter.

Nie mehr in Schlagdistanz
Als Streinikov gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit für eine Unsportlichkeit die rote Karte kassierte, schien sich für die Kreuzlinger die Türe zu einem Punktgewinn wieder zu öffnen. Immerhin wurde Genf damit seines bis dahin gefährlichsten Angreifers beraubt. Doch irgendwie wurde man den Eindruck nicht los, als hätte die Partie auch noch drei Stunden dauern können, und die Kreuzlinger wären trotzdem nicht mehr zu einem Punktgewinn gekommen. Die Genfer, welche unter der Woche bereits einen Ernstkampf bestritten und dabei im Cup-Halbfinale dem NLA-Spitzenclub HC Kriens-Luzern lediglich mit 25:30 unterlagen, führten insgesamt die feinere Klinge, agierten mit mehr offensivem Druck und spielten ihre physische Überlegenheit insbesondere in der Abwehr konsequent aus. So pendelte sich der Rückstand des HSCK bei vier bis sieben Treffern ein.

Erst in den Schlussminuten zeigten die Calvinstädter nochmals Neven und liessen die Gastgeber bis auf zwei Treffer herankommen. Doch mit einem vergebenen Konter und zwei Zeitstrafen in den letzten sieben Minuten liess die Bösch-Truppe auch ihre allerletzte Chance zum erfolgreichen Start in die nur fünf Runden umfassende Qualifikationsendphase ungenutzt.

Noch vier Partien
Kreuzlingen muss nun in den verbleibenden vier Partien versuchen, seinen Platz in den Top 6 zu verteidigen, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt. Dabei treffen die Grenzstädter nur noch auf einen besser klassierten Gegner. Am nächsten Samstag, 17.30 Uhr, ist ein Sieg beim Tabellenzweitletzten in Birsfelden für den HSCK definitiv Pflicht.

HSC Kreuzlingen – CS Chênois Genf 24:26 (10:15)
Egelsee. – ohne Zuschauern. – Sr. Keist/Winkler.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 5-mal 2 Minuten plus Rote Karte (36. Streinikov/Unsportlichkeit) gegen Genf.
Kreuzlingen: Nahaj (1.-18./24.-60./12 Paraden), Berisha (18.-24./1 Parade); Briegmann, Lutz (1), Dedaj (9/3), Wipf, Tsamesidis (2), Deriks, Bär, Heim (1), Kappenthuler, Kun, Gasser (4/1), Schneider, Zeller (1), Tahirukaj (6).
Genf: Soullier (1.-60./10 Paraden), Panchaud (für 1 Penalty); May (3), Streinikov (5), Steinmann (1), Mourer, Ouedraogo (2), Kerboua (2), Bayunga, Molinié (2/2), Poret (1), David (6), Malfondet (2), Sivic (2), Trindade.
Penaltystatistik: Kreuzlingen 4 von 5 (14./6:6 Gasser scheitert an Soullier), Genf 2 von 3 (42./14:18 Molinié scheitert an Berisha).
Bemerkungen: Briegmann, Deriks und Kappenthuler nicht eingesetzt.
Rausch-Best-Player: Drenit Tahirukaj (K) und Bastien Soullier (G).

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