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Kapitaler Auswärtssieg im Kampf um ein Finalrunden-Ticket

Handball – Der HSC Kreuzlingen hat mit dem 28:18-Sieg bei der SG Yellow/Pfadi Espoirs in Winterthur einen grossen Schritt hin zur NLB-Finalrunden-Qualifikation geschafft.

Cheftrainer Werner Bösch. (Bild: Felix Walker)

In der Tabelle liegen die Kreuzlinger nach dem siebten Sieg in elf Saisonpartien weiterhin auf Rang 6 und somit über dem Strich. Da der BSV Stans in Genf nicht über ein Remis hinauskam, kann er maximal noch gleichziehen mit dem HSCK. Diesem wiederum reicht in den verbleibenden zwei Partien gegen den virtuellen Tabellenzweiten SG TV Solothurn (Mittwoch, 12. Mai, 20.15 Uhr, Sporthalle Egelsee) und auswärts gegen den elftplatzierten HS Biel (15. Mai, 19.00 Uhr) bereits ein Punkt, um auch die letzten rein rechnerischen Zweifel zu beseitigen. Ziel der Kreuzlinger muss es allerdings sein, sich mit zwei weiteren Siegen eine vielversprechende Ausgangslage für die Finalrunde zu schaffen.

Insgesamt überzeugend
Über die gesamten 60 Minuten gesehen zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Werner Bösch in der Winterthurer AXA-Arena eine überzeugende Leistung – und eine klare Steigerung gegenüber dem erknorzten 30:24-Sieg vor zwei Wochen beim Schlusslicht Birsfelden. Auf den Blitzstart (7:2 nach 17 Minuten) folgte gegen die jungen Eulachstädter eine schwächere Phase, weshalb die Winterthurer deshalb bei Halbzeit immer noch auf den im Kampf um ein Finalrunden-Ticket zwingend benötigten Heimsieg hoffen konnten. Verantwortlich hierfür zeichneten primär Lars Wuffli, der sechs Treffer zum 9:11-Pausenstand beisteuerte, sowie Torhüter Charlot Klieber mit sechs Paraden.

Kurz nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit ersetzte Haris Berisha den in der ersten Halbzeit durchaus ordentlich haltenden Laszlo Nahaj im Tor der Kreuzlinger. Und der kosovarische Nationalkeeper spielte sich offensichtlich den Frust der knapp verpassten EM-Qualifikation aus dem Leib. Mit neun Paraden erreichte der 24-Jährige eine überragende Abwehrquote von 50 Prozent. Zusammen mit der Abwehr legte er damit die Basis zum erfolgreichen Samstagabend des HSCK. Die Entscheidung führte die Bösch-Truppe bereits zwischen der 36. und 48. Minute herbei, als sie mit einer zweiten 7:2-Serie von 14:11 auf 21:13 davonzog. Und auch wenn sie danach noch während sechs Minuten in Unterzahl agieren mussten, liessen sich die Kreuzlinger nie mehr in Bedrängnis bringen. Schlussendlich taten sie mit dem 28:18 sogar noch etwas für ihr Torverhältnis.

Als beste Werfer taten sich Routinier Valon Dedaj mit sieben und der junge Linkshänder Drenit Tahirukaj mit sechs Treffern hervor, während bei den Gastgebern erwartungsgemäss Spielgestalter Lars Wuffli (7 Tore) am treffsichersten war. Zweimal erfolgreich für die Winterthurer war auch der junge Kreuzlinger Alessio Lioi (Jahrgang 2003). Lioi spielt primär im U19-Elite-Team von Pfadi Winterthur und ist dort mit 49 Treffern in sieben Spiele der Topscorer, kann seit dieser Saison aber auch zusätzliche Erfahrung auf NLB-Niveau machen.

SG Yellow/Pfadi Espoirs Winterthur – HSC Kreuzlingen 18:28 (9:11)
AXA-Arena. – 49 Zuschauer. – Sr. Haldemann/Neumann.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Winterthur, 6-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen.
Winterthur: Kliebert (1.-42./7 Paraden), Maierhofer (42.-60./4); A. Lioi (2), Ruh, Glaus, Pfister (2), Hayer (2), Siegrist (1), Wick, Tellenbach (3), Heiniger (1), Wuffli (7/2).
Kreuzlingen: Nahaj (1.-32./5 Paraden), Berisha (32.-60./9 Paraden, davon 1 Penalty); Briegmann, Lutz, Dedaj (7), Wipf (3), Tsamesidis (3), Deriks, Bär (1), Heim (3), Kun, Gasser (4/1), Schneider, Zeller (1), Tahirukaj (6).
Penaltystatistik: Winterthur 3 von 4 (36./10:14 Wuffli scheitert an Berisha), Kreuzlingen 1 von 1.
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne Kappenthuler und Meisinger (beide verletzt).

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